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Re: eberesche

Verfasst: 01.06.2007, 15:14
von Squid (✝)
Kann man schon, is aber Schei***.
Äste stellen meist Schwachstellen dar. Also muss man sie vorsichtig behandeln und je nach Lage das übrige Holz um den Ast herum als kleine Hümpel oder Wellen stehen lassen um die Stelle zu stabilisieren.

Decrownen bedeutet auch nicht einfach Flachhobeln, wie ich bis vor ca. einem Monat auch noch dachte...
dazu: http://www.fletchers-corner.de/index.ph ... opic=249.0

Re: eberesche

Verfasst: 01.06.2007, 15:49
von Domo
Also erst mal danke ich werde mir den link angucken, wenn ich mir jetzt den Baum aus dem Wald hole, würdet ihr mir empfehlen die Ebereschen Staves mit oder ohne Rinde zu trocknen ??? UNd vor allem wie lange???

MFG      Domo

Re: eberesche

Verfasst: 02.06.2007, 14:19
von Domo
:( Verdammt Leute ich habe ein Problem und hoffe , dass ih mir weiterhelfen könnt. Ich habe die E.esche aus dem Wald geholt und beim durchsegen bemerkt, dass sie innerlich verfärbt ist. Die Festigkeit des verfärbten Holzes scheint aber genau so gut zu sein, wie die des normalen Holzes.

Hofffe auf eure Hilfe
P.S  Hier 2 Fotos:

Re: eberesche

Verfasst: 02.06.2007, 16:08
von Domo
Tja so kanns gehen, danke für eure Infos, aber sie haben alle nichts genutzt, der Baum hatte Drehwuchs!!!! :'( :'( :'( :'( :'(

Jetzt habe ich noch einen kleinen Ast, der ja dann wohl auch Drehwuchs hat, kann ich den trotzdem decrownen???

MFG    Domo

Re: eberesche

Verfasst: 03.06.2007, 02:02
von Ravenheart
Klar, so lange Du keinen Bogen draus baust...
;D

Nee, war'n Scherz! Is nicht zwingend gesagt, dass er auch Drehwuchs hat!
Manchmal ist ein Stamm auch nur in einem Teilstück gedreht, im Rest gerade...
Ein Ast kann da ganz anders gewachsen sein als der Stamm...
Spalte doch mal ne fache Scheibe ab, dann weißt Du es....

Rabe

Re: eberesche

Verfasst: 03.06.2007, 11:19
von Boettger
Drehwuchs ist ja auch nicht gleich Drehwuchs.
Einen leichten Drehwuchs zumindest hat fast alles, was bei mir zur Zeit trocknet.

Möglichkeiten, diese zu Verarbeiten gibt es dennoch. Z.B. durch Dämpfen, durch Spleißen von kurzen (aber geraden) Stücken, durch ein geeignetes Backing, ein kurzes Design etc. ...

Lass die Staves erst mal trocknen. Dann kannst Du zwei Jahre (oder so) darüber meditieren, was das Beste für Deine Staves ist und dann wird sich schon was draus ergeben
:D

mfG

Re: eberesche

Verfasst: 03.06.2007, 11:46
von Domo
Ja ich werde auf jeden Fall versuchen einen Bogen draus zu bauen, und zwar wahrschenlich mit hickorybacking. Und ein kurzes Design musser zwangsläufig bekommen, da er nur 1.50m lang ist!!!!!!

MFG  Domo

Re: eberesche

Verfasst: 07.06.2007, 15:04
von Domo
Hey ich habe noch mal ne Frage bezüglich des kleinen E.eschen Rohlings. Da er leicht wellig in Längsrichtung ist habe ich beschlossen ein Leinenbacking auzulegen, jetzt hat Rabe gesagt ich soll das nur machen , wenn das Holz drucktolerant ist. Somit die Frage: Ist Eberesche drucktolerant???


MFG      Domo

Re: eberesche

Verfasst: 07.06.2007, 15:53
von Ravenheart
EBERersche ja, Esche nicht...

Rabe

Re: eberesche

Verfasst: 09.06.2007, 11:08
von Snake-Jo
@Domo: Eberesche hat die Eigenschaft, dass sich Färbungen aus dem Kernbereich unabhängig vom Jahresring nach außen ziehen. Das muss nicht unbedingt eine Faulstelle sein. Ein Bruchtest empfiehlt sich dennoch.

@Kra: Wir zwei müssen mal einen Wein zusammen trinken und uns über das Trocknen von Holz unterhalten. Es geistern immer noch die uralten Vorstellungen unser Altvorderen bezüglich Holztrockung durch den Thread. Ich habe ja nun genügend oft bewiesen und auch geschrieben, dass man durchaus aus einem "Stave" mit einem Querschnitt  von z.B. 6 x 3 cm innerhalb von 3-6 Monaten einen guten Bogen bauen kann (s. Thread: Pflaumenholzbogen - der schnelle Weg). Komm Du in mein Alter, da haste keine 2-10 Jahre  mehr für das Trocknen eines ollen Staves übrig.  ;D

Re: eberesche

Verfasst: 09.06.2007, 14:35
von Domo
Unter einem Leinenbacking ist es doch nicht schlimm, wenn dem Faserverlauf nicht exakt gefolgt wird, das ist doch der Sinn dieses Backings also ein Bruchschutz!?
Erhöht sich durch Leinen auch die Effizienz bzw. das Zuggewicht des Bogens??

MFG        Domo

Re: eberesche

Verfasst: 11.06.2007, 09:49
von Ravenheart
Leinen dehnt sich kaum, daher verlagert es v.a. die Last der Krümmung zur Bauchseite > verstärkt die Gefahr von Kompressionsbrüchen.

Da nun das Holz am Bauch stärker komprimiert wird, verstärkt es natürlich auch das Zuggewicht.

Ob das auch die Effizienz steigert, hängt vom Holz ab. Ist es in dem (neuen) Kompressionsbereich noch voll elastisch - ja, denn des wird nun näher an den Grenzbereich heran ausgenutzt.

Reagiert es jedoch mit Stringfollow - nein, der Bogen wird nur härter und krummer, wirft aber nicht schneller.

Rabe

Re: eberesche

Verfasst: 11.06.2007, 17:24
von Domo
Aha fein fein ich werde auf jeden Fall mal ein Leinenbacking ausprobieren, das hört sich irgendwie interessant an!!!

Gruß  Domo

Re: eberesche

Verfasst: 13.10.2007, 16:15
von Mandos
Em, *Thread ausbuddelt*.
Nun, ich hab mir in den Kopf gesetzt einen mittelalterlichen englischen Langbogen aus einer Eberesche zu bauen, da in unserem Waldstück eine ganze Ebereschenkultur steht und ich zwei zimlich gerade Stämme, fast ohne Äste entdeckt habe. Ob sie Drehwuchs haben weiß ich nicht, aber das werd ich wohl beim Spalten sehen... Sie haben einen Durchmesser von über 20 cm.
Ich hab jetzt den ganzen Thread durchgelesen, aber nichts über die Trocknung bezüglich der Rinde gehört.
Soll ich sie dranlassen oder abmachen, wenn die Bäumchen erst mal gefällt sind?

Re: eberesche

Verfasst: 13.10.2007, 23:27
von sundance
Versiegle die Schnittflächen und mach die Rinde weg. Wenn Du nicht zufällig irgendwas mit Rinde bauen willst, was i. d.R.  wenig Sinn macht, runter damit.