Die 1-2 sec ergeben sich zwangsläufig, da ein Holzbogen nicht länger als diese Zeit im Vollauszug gehalten werden soll, weil er sonst Schaden nimmt.
Das Unterbewußtsein kann es schneller und zwar in Sekundenbruchteilen (s. berittenes Bogenschießen),mit dem Faktor "Zeit" werden die Berechnungen aber auch präziser.
Wieviel Zeit der einzelne Schütze letztendlich braucht, um nach Vollendung der Berechnungen einen präzisen Schuss abgeben zu können, hängt ab von den Faktoren:
- Übung (deine Anmerkung)
- genetische "Vorbelastung"
- Schuss-Situation (unbewegtes Ziel, bewegtes Ziel, Distanz, selbst in Bewegung etc.)
- und wohl noch einiges mehr
Oder ganz pragmatisch: Wenn ich diese 1-2 sec als "Fußgänger" voll ausnutze, bin ich mit Sicherheit am Ende meiner (unbewußten) Berechnungen, sprich Hand-Auge-Koordination, angekommen.

Auf dem Pferd im Galopp widerum ändert sich die Situation so schnell, dass ein bis zwei Sekunden viel zu lang sind. Da muss blitzschnell das Ziel erfaßt und gelöst werden. Oder pragmatisch: Der Faktor "Übung" ist hier entscheidend.
Letztes Beispiel: Visierschützen, die scheinbar endlos zielen, 30 sec sind da keine Seltenheit. Sie brauchen diese Zeit nicht zum Zielen, sondern für die innere Ruhe und das Abpassen des Momentes, wenn das Ziel ins Visier "wankt". Dann wird gelöst und das kann dauern...
