Schaftfräser

Selbstgebaute Befiederungsgeräte, Spinetester, etc.
Benutzeravatar
walta
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 5016
Registriert: 05.11.2005, 21:58

Schaftfräser

Beitrag von walta »

Angeregt durch den Schaftfräser und vom Klaus und auch durch seine Hilfe habe ich mir jetzt auch so ein Ding gebaut.
Ausgangspunkt ist eine Oberfräse die in einen Frästisch eingespannt ist. Zunächst hab ich mir einen Höhenverstellung mittels einer M12 Schraube und einer Flügelmutter gebaut - ist für unsere Zwecke nicht notwendig aber da ich schon dabei war :-)
Der Rest ist eigentlich simpel. Ein Stück Buchenholz mit 20mm bis zur Mitte vorgebohrt und mit 9mm durchgebohrt. Im 90 Grad Winkel dazu ein 25mm Loch für den Fräser. Zwei Winkel und zwei Schrauben zur fixierung und feineinstellung und fertig ist das Ding.
Die Schafthalterung hat mir der Klaus gedreht (auf seiner supergrossen Megadrehbank). Ein einfacher Rundstahl auf der einen Seite aufgebohrt und mit dem Dremel 4fach geschlitzt - da passt ein 12mm 4kant Holzstab hinein (deshalb auch das 20mm Loch)

Schafthalter und Holzstab in den Akkuschrauber, Oberfräse einschalten und gemütlich durchschieben - fertig ist ein Holzpfeil. Auf der Rückseite hab ich noch ein Elektrorohr als Halterung für den fertigen Schaft vorgesehen - ich weiss noch nicht ob es wirklich notwendig ist.

walta
Dateianhänge
Höhenverstellung
Höhenverstellung
Fräser mit Schaftführung
Fräser mit Schaftführung
Fräser und Schafthalter - 1.Version
Fräser und Schafthalter - 1.Version
1. Test
1. Test
Benutzeravatar
walta
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 5016
Registriert: 05.11.2005, 21:58

Re: Schaftfräser

Beitrag von walta »

Und hier noch ein paar Detailfotos von der Schaftführung.

walta
Dateianhänge
IMG_0270.jpg
IMG_0269.jpg
IMG_0268.jpg
Benutzeravatar
klaus1962
Hero Member
Hero Member
Beiträge: 2275
Registriert: 05.02.2009, 11:44
Hat gedankt: 1 Mal
Hat Dank erhalten: 5 Mal

Re: Schaftfräser

Beitrag von klaus1962 »

Sehr schön. :)
Jetzt kannst endlich die 40" Pfeile für Deinen laaaaangen Auszug fräsen. >:)
***duck und weg***

Gruß
Klaus
Benutzeravatar
FluFlu
Hero Member
Hero Member
Beiträge: 1070
Registriert: 06.02.2011, 13:59

Re: Schaftfräser

Beitrag von FluFlu »

Das sieht sehr interessant aus.

Könntest du vielleicht ein kleines Video machen, wo man sieht wie das ganze funktioniert?
Liebe Grüsse
fluflu
Benutzeravatar
Hairun
Hero Member
Hero Member
Beiträge: 812
Registriert: 20.08.2007, 18:12

Re: Schaftfräser

Beitrag von Hairun »

Cool,
Hab vor kurzem inner Lernpause mal sowas versucht....
Resultat war zwar ein Rundstab allerdings sah er aus wie eine Gebirgslandschaft oder wie en Meer... Wellenberg-Wellental-Wellenberg usw.
Ich denke es lag wohl am schnell schnell machen und der "Genauigkeit". Was meinen die Profipfeilschaftfräßer?
Werds, sobald Klausuren rum sind, nochma etwas gewissenhafter angehen...
Gruß
Hairun
Benutzeravatar
walta
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 5016
Registriert: 05.11.2005, 21:58

Re: Schaftfräser

Beitrag von walta »

Schwer zu sagen was die Ursache ist. Genauigkeit ist natürlich ein Stichwort. Und ein paar mal probieren muss man auch bis man die richtige Vorschubgeschwindigkeit und die richtige Drehzahl gefunden hat. Und auf keinen Fall bei laufender Fräse den Schaft wieder rausziehen - das macht schöne Muster in den Schaft ;-)

walta
mit meinen 40 zoll schiesse ich dann von mir zu hause in den klaus seinen garten :-)
angus
Newbie
Newbie
Beiträge: 24
Registriert: 05.07.2010, 12:41

Re: Schaftfräser

Beitrag von angus »

Hi Walta,
wenn Du die Schäfte jetzt noch im Gleichlauf fräst, dann brauchst du sie fast nicht mehr schleifen - sie sehen fast aus wie poliert, wenn sie aus dem Fräsblock kommen! Dazu muß der Vierkant aber schon etwas stramm in der Einzugsbohrung passen. Bei mir klappt das suuuuper.
Grüße, Angus
Benutzeravatar
walta
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 5016
Registriert: 05.11.2005, 21:58

Re: Schaftfräser

Beitrag von walta »

Was meinst mit "Gleichlauf"?
Meine 4kant Rohlinge sind nur mit der Kreissäge geschnitten. Ich hab noch keine Möglichkeit die genau auf mass zu Hobeln. Daher hat das Einzugsloch etwas Spiel. Aber nachher nochmal kurz mit dem Schleifpapier drüber und das passt schon.

@flu
Video: ich weiss nicht ob ich mir die Action antue. Da brauch ich jemanden der mich dabei filmt und das ist nicht so einfach. Schaumamal - heute jedenfalls nicht mehr.

walta
angus
Newbie
Newbie
Beiträge: 24
Registriert: 05.07.2010, 12:41

Re: Schaftfräser

Beitrag von angus »

Gleichlauf heißt, daß die Schnittrichtung des Fräsers identisch zu der des Vorschubs ist - d.h. die kleinen Schneiden "ziehen" Deinen 4-Kant in den Fräsblock herein. Das hat u.A. den Vorteil, daß es keine Ausrisse im Holz gibt, so wie man sie manchmal besonders bei problematischen Hölzern hat. Das Ganze funktioniert aber auch mit an der Kreissäge geschnittenen Leisten.
Versuch´s mal...
Grüße, Angus
Benutzeravatar
Galighenna
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 8836
Registriert: 19.07.2004, 21:59

Re: Schaftfräser

Beitrag von Galighenna »

Das KANN aber auch gefährlich sein, wenn einem der Schaft aus der Bohrmaschine flutscht. Dann zieht die Fräse den Schaft ratz fatz ein und dann krachts... entweder hinten raus, oder der Fräsblock platzt
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand

Wer das Forum unterstützen möchte, möge auf den Paypal-Button klicken, oder einen der Moderatoren um die Kontodaten bitten ;)
Benutzeravatar
walta
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 5016
Registriert: 05.11.2005, 21:58

Re: Schaftfräser

Beitrag von walta »

Für sowas bräuchte ich bessere Geräte. Bei meiner billigen no Name Oberfräse kannst du das vergessen.

Ich hab mal versehentlich den Schaft bei laufender Maschine herausgezogen - gab ein schönes Muster :-)

walta
Benutzeravatar
klaus1962
Hero Member
Hero Member
Beiträge: 2275
Registriert: 05.02.2009, 11:44
Hat gedankt: 1 Mal
Hat Dank erhalten: 5 Mal

Re: Schaftfräser

Beitrag von klaus1962 »

Galighenna hat geschrieben:Das KANN aber auch gefährlich sein, wenn einem der Schaft aus der Bohrmaschine flutscht. Dann zieht die Fräse den Schaft ratz fatz ein und dann krachts... entweder hinten raus, oder der Fräsblock platzt
Nö, Gali.
Das passiert mit dieser Konstruktion bestimmt nicht. Vorausgesetzt es ist alles richtig eingestellt.
Richtig eingestellt heißt, daß der Rohschaft so gut wie kein Spiel in der Führung hat. Dann ist die Reibung gerade so groß, daß der Fräskopf den Schaft nicht aus der Führung ziehen kann.
Ich habs schon probiert: Rohschaft reingesteckt und Fräse anlaufen lassen (aus dem Stand ist das der kritischste Moment). Der Fräskopf hat ein paarmal in den Rohschaft gehackt und nach 2cm ist der Schaft gestanden.
Warum : wenn der Schaft nicht(bzw. nicht mehr) rotiert, wird er auch nicht rund, es kommt der Vierkant zum Auslaufloch, das ja kleiner ist und dort steht er dann an.

Aber Tip:
- Gleichlauf bring nur bei weichen und/oder faserigen Hölzern was. Bei harten (zb Massavorschäften) habe ich mit Gegenlauf bessere Erfahrungen gemacht.
- wenn der Schaft zu viele Wellen/Rippel hat, stimmt die Einstellung nicht. Der Schaft hat im Auslauf zu viel Spiel.-> Fräskopf etwas vom Auslaufloch wegrücken,dann wird der Schaft etwas (im 1/10mm Bereich) dicker
Walta hat geschrieben: Für sowas bräuchte ich bessere Geräte. Bei meiner billigen no Name Oberfräse kannst du das vergessen.
Nein, brauchst Du nicht. Ich verwende dafür auch nur eine billige (40Eur) Ferm vom Hofer. ;)
Wichtig ist nur ein excelenter HM-Fräskopf.
Walta hat geschrieben: Ich hab mal versehentlich den Schaft bei laufender Maschine herausgezogen - gab ein schönes Muster .
Lies nochmal meine Anleitung. Ich hab dort geschrieben, daß man das nicht machen soll. :D

Gruß
Klaus

PS:
Das mit dem Video könnten Walta und ich mal gemeinsam machen, wenn es von allgemeinem Interesse ist.
Vorallem könnte man da die Einstellarbeit besser beschreiben.
Nur das Hochladen kann ich nicht. ::)
Zuletzt geändert von klaus1962 am 11.07.2011, 19:30, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Galighenna
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 8836
Registriert: 19.07.2004, 21:59

Re: Schaftfräser

Beitrag von Galighenna »

Ach... ja ok, stimmt, wenn das Ausgangsloch rund ist, geht natürlich der eckige Schaft nicht durch ;) Dann is ja alles klar, WEITERMACHEN! *gg* ;)
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand

Wer das Forum unterstützen möchte, möge auf den Paypal-Button klicken, oder einen der Moderatoren um die Kontodaten bitten ;)
Benutzeravatar
walta
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 5016
Registriert: 05.11.2005, 21:58

Re: Schaftfräser

Beitrag von walta »

Ich hab ja geschrieben das das mit meinem Gerät nicht geht - ich hab halt keinen "excellenten" Fräskopf sondern nur einen "ausreichenden" :-)
ausserdem hab ich geschrieben "versehentlich"!!

So und jetzt geh ich in die ecke und schmoll ein wenig :-)

Das mit "Video mit dem Klaus" ist eine Möglichkeit - aber erst frühestens August.

walta
Benutzeravatar
walta
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 5016
Registriert: 05.11.2005, 21:58

Re: Schaftfräser

Beitrag von walta »

So jetzt hab ich ein paar Schäfte produziert und bin draufgekommen das die Befestigung nicht optimal ist. Das ganz muss wirklich absolut wackelfrei montiert werden. Also einen neuen Holzklotz gebohrt und direkt auf die Arbeitsfläche mittels Langloch geschraubt. Das Ergebniss ist doch besser und das Fräser kann sich nicht mehr verstellen.

walta
Dateianhänge
IMG_0276.jpg
Antworten

Zurück zu „Werkzeuge“