
Highland-Hörner
Highland-Hörner
Guten Morgen !Vor ca.einem Jahr fragte ich bei einem Fleischhauer= Metzger an ob ich evt.Hörner haben könnte ? Er druckste herum Bse murmmel, murmmel, lass deine Nr. da.Gestern unbekannter Anruf bist du der mit di Herndl ? Durch den gezielten Einsatz von 2 Flaschen Zirbengeist = österreichisches Erfrischungsgetränk und einer Kiste Bier für seine Mannschaft konnte ich 12 Paar !!!!Highlandhörner von 40cm bis 70cm Länge an mich bringen !Jetzt steh ich da, noch keinen vernünftigen Bogen zustande gebracht, aber so vermessen um an Kompositbögen zu denken und ob sich diese Hörner dazu eignen bitte um Hilfe !!!LG Gottfried 

mea culpa
Re: Hörner !
An Kompositbögen darfst Du denken. Viel mehr würde mich aber interessieren, ob Du die Hörner schon behandelt hast...?
Re: Hörner !
Die Hörner wurden vom Metzger samt Kopf gekocht um sie zu lösen, ich habe nicht den Eindruck das sie spröde wären sie greifen sich eher irgendwie fett an . Ansonsten sind sie wie gewachsen.
mea culpa
- Lord Hurny
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- Registriert: 12.05.2011, 06:22
Re: Hörner !
Hallo, ich glaub ich muss demnächst nach Ebensee... 
Würdest du eventuell auch 1-2 Hörner verkaufen bzw. tauschen?
ob diese Hörner für Komposits geeignet sind, kann ich dir leider nicht sagen - da hab ich selber null erfahrung

Würdest du eventuell auch 1-2 Hörner verkaufen bzw. tauschen?
ob diese Hörner für Komposits geeignet sind, kann ich dir leider nicht sagen - da hab ich selber null erfahrung
lg,
Lord Hurny
der manchmal den Bogen überspannt...
Lord Hurny
der manchmal den Bogen überspannt...
Re: Hörner !
Ich hatte gleiches Glück wie Du
Waren zwar nur 4 Hörner und aus den Enden habe ich mir Messergriffe gemacht. Aus dem restlichen Horn habe ich mir Stücke gesägt, diese weichgekocht, plattgepresst und dann Knöpfe raus gesägt. Ich halte das Material auch für einen hornverstärkten Bogen für geeignet. Sind Dir die Hörner noch zu kurz, nimm welche von Watussi Rinder, dieses wird aber dann teuer.
Jochen

Jochen
Dicht dran ist auch daneben
- Firestormmd
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Re: Hörner !
Wie lang muss man den so ein Stück Horn kochen, damit es weich wird? Ich habe nach 20 Minuten bei einem kleinen Stück für Overlays aufgegeben - immernoch steinhart.Butterfly hat geschrieben:[...]Aus dem restlichen Horn habe ich mir Stücke gesägt, diese weichgekocht, plattgepresst und dann Knöpfe raus gesägt.[...]
Grüße, Marc
"Wer das Training in Frage stellt, trainiert nur, Fragen zu stellen!" - Die Sphinx
Re: Hörner !
Hoi Lamigo!
Falls du dich noch von einem weiteren Paar Hörner trennen kannst/möchtest, ich hätte auch Interesse an sowas. Kaufs dir gerne ab od. tausche gerne.
Fänd ich super
, freu mich auf Antwort.
Lg stefan
Falls du dich noch von einem weiteren Paar Hörner trennen kannst/möchtest, ich hätte auch Interesse an sowas. Kaufs dir gerne ab od. tausche gerne.
Fänd ich super

Lg stefan
Re: Hörner !
Ich werde heute Nachmittag eines von den kleineren Hörnern der Wissenschaft opfern und alles mögliche ausprobieren kochen ,pressen Hlp. und dann darüber berichten !
mea culpa
Re: Hörner !
Hi Stefan !Wenn dir eines von den kürzeren genügt tausche ich gerne !Mein Lieblingsfleischhacker hat mir versprochen das er bald wieder was hat für mich . Übrigens probieren wir gerade aus ob die Sehnen der Tiere was taugen sind beim trocknen .LG Gottfried
mea culpa
- Snake-Jo
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Re: Highland-Hörner !
Nicht unbedingt nötig, aber mach ruhig zum Sammeln von Erfahrungen. Ich hatte Highlandhorn für den Compositbogenbau im Reflexbogenbuch beschrieben und getestet. Hier das Resultat:lamigo hat geschrieben:Ich werde heute Nachmittag eines von den kleineren Hörnern der Wissenschaft opfern und alles mögliche ausprobieren kochen ,pressen Hlp. und dann darüber berichten !
Das Horn vom Highland ist von feiner Qualität und mittlerer Stärke (Zugkraft). Für den Compositbogenbau gut geeignet.
Es ist nicht so stark in der Wandung wie manche Wasserbüffelhörner, dafür aber auch oft nicht so spröde. Wasserbüffelhorn neigt leichter zum Delaminieren. Ich würde es für eher breite Composits verwenden, so ab 40 mm, da dann die Schichtstärke gut ausreicht.
Kochen: rund 30 min bei Schichtstärken von 4-6 mm, sofort pressen, am besten mit erwärmten Stahlplatten und sehr großen Schraubzwingen. Danach weiter beschleifen (Bandschleifer) oder mit Ziehmesser bearbeiten. Die schon sehr planen Teile nochmals kochen und pressen, eventuell so lange wiederholen, bis alles plan ist. Zu dicke Stück lassen sich schlecht pressen. Für den Compositbogenbau sollten die Teile rund 4-5 mm stark sein. Erst belasten, wenn die Platten wieder kalt UND trocken sind, dauert meist 48 h an der Heizung. Zum Bearbeiten sollte man die noch feuchten Teile nehmen, weil diese sich wesentlich besser abziehen lassen.
Edit: Titel geändert, da der Thread schon relativ speziell ist.Eventuell verschiebe ich den Faden noch in die Bogenreiter-Sparte oder zu "Materialien".
Re: Highland-Hörner !
Ich habe die Hörner genau so bearbeitet, wie snake-jo es beschreibt. Fest in einen großen Schraubstock mit 2 Gegenplatten und dann benötigt man etwas Geduld, sonst biegt sich das Horn wieder leicht zurück.
Jochen
Jochen
Dicht dran ist auch daneben
Re: Highland-Hörner !
@ Snake Jo ! Ich hatte gehofft das du das liest ich freue mich !Ich besitze seid 2Stunden das Reflexbogenbuch echt verständlich und anschaulich geschrieben , Ich glaube ich wage es, vielleicht könnt ihr mir ein wenig unter die Arme greifen? muss jetzt wo es echt interessant wird zum Dienst melde mich morgen wieder ! Danke !
mea culpa
Re: Highland-Hörner !
Guten Morgen !Nächste Frage:Die Hörner haben ja einen Drehwuchs, kann man einfach drauflos schneiden oder ebenfalls dem Wuchs folgen also dem Drall entlang schneiden ? LG Gottfried
mea culpa
- Ravenheart
- Forengott
- Beiträge: 22358
- Registriert: 06.08.2003, 23:46
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Re: Highland-Hörner !
Tipp:
* Schneide Dir einen Striefen der gewünschten Breite aus festem Papier oder Bastelkarton.
* Klebe diesen mit 2 - 3 Tesafilm-Streifen auf das Horn so gut wie möglich der Faser folgend.
* Zeichne beide Seiten mit Filzstift nach.
* Säge dann entlang der Linien aus.
So erhältst Du Streifen , die nach dem Erhitzen/Flachpressen einigermaßen gerade sind!
Rabe
* Schneide Dir einen Striefen der gewünschten Breite aus festem Papier oder Bastelkarton.
* Klebe diesen mit 2 - 3 Tesafilm-Streifen auf das Horn so gut wie möglich der Faser folgend.
* Zeichne beide Seiten mit Filzstift nach.
* Säge dann entlang der Linien aus.
So erhältst Du Streifen , die nach dem Erhitzen/Flachpressen einigermaßen gerade sind!
Rabe