Offensichtlich handelte es sich bei dem Ursprungsstamm um etwas "weichere", sprich helle Osage,
siehe den Thread von Lord Hurny...
viewtopic.php?f=15&t=20375
...welcher zwar nicht ganz die Symptome (extrem viel Frühholz, Splint und Kernholz fast dieselbe Farbe) wie seiner Lordschaft beschriebenes Stück Holz aufwies, jedoch beim Tillern und ausziehen DEUTLICH weicher reagierte, wie mein erstes Stück Osage (siehe Thread "Quasimodo"...
Wiederum wies der abgespaltene Stave auf einer Seite einen leichten Reflex und auf der anderen Seite einen massiven Deflex inklusive einer unangenehmen Drehung auf, was das Tillern mal wieder etwas interessanter werden ließ, als es unbedingt wünschenswert gewesen wäre...naja, Osage halt...



Durch einen snaky geformten "Schlenker im Holz ziemlich genau in der mitte war schon von vornherein klar, daß dieser als Langbogen mit steifen Griff und natürlichem Schußfenster (FAST schon ein Centershot) gebaut werden wollte.
Leider stellte sich dann nach dem Tillern heraus, daß der Bogen zwar gelungen war und auch sehr gut zu schießen ist... durch das gewachsene, spezielle Griffstück halt jedoch ausschließlich nur für Rechtshänder...



Glücklicherweise kam am WE ein Bekannter von mir vorbei, sah Ihn, schoß Ihn Probe und verliebte sich auf der Stelle in den Bogen, welcher dann auch noch am selben Tag mit Ihm nach Hause kam... Naja, so kanns halt manchmal gehen...



Technische Daten (soweit ich Sie noch im Kopf habe...

Typ:
70" Osage Flat-Langbogen mit steifem Griff und natürlichem Schußfenster
Länge N/N : 69"
Breite: etwa 40 mm, semipyramidial zu den Tips auslaufend auf etwa 10 mm
Tiefe (stärkste Stelle direkt nach den Fades): etwa 15 mm
Bauart : leicht asymetrisch
Zuggewicht : 53# @ 28" // 60# @ 32"
...und noch ein paar der üblichen Bilderchen...
LG
etb
P.S.: Lob,Kritik, etc. natürlich gerne, aber zwecklos, da sich der Bogen nunmal nicht mehr in meiner Hand befindet...


