„Wie man abgerissene Bandsägeblätter, von denen man sich nicht trennen kann,
platzsparender aufhebt“
Die, die mich kennen, wissen, daß ich fast nichts wegwerfen kann, worin ich noch irgend einen Nutzen vermute. So war es auch mit einigen Bandsägeblättern, die ich schon seit einigen Jahren bei jedem Werkstattputz mal von da nach dort legte.
Ich hatte mehrmals überlegt, ob ich sie reparieren hätte sollen. Aber selber hartlöten oder extern Schweißen lassen empfand ich in Hinblick auf die Kosten eines neuen Bandes doch etwas zu aufwendig. Abgesehen davon habe ich immer genug Reservebänder zu Hause.
Aber wegwerfen zum Alteisen


Neulich kam mir dann die Idee, was ich nützliches daraus bauen könnte.
Eine Recycling-Raspel.
Das war das Ausgangsmaterial:
3 verschieden gezahnte BS-Blätter mit je ca. 2,20m Länge. Die Zähne waren noch alle vorhanden und insgesamt noch ziemlich scharf.
Ein Stück Latte aus einem Rest von einem Nußbaum-Splint-Holz 35x16x800mm Zuerst habe ich die BS-Blätter in Stücke von ca. 30cm zurecht geschnitten. Mir schien diese Länge für die neue Raspel gerade recht um damit zügig arbeiten zu können. So entstanden aus den 3 BS-Blättern insgesamt 3x7 = 21 Kurzstücke. …. Zügig damit arbeiten




Jetzt werden wahrscheinlich diejenigen lachen, welche mich kennen und sagen :
„Der Klaus, der arbeitet doch nie mit der Hand, sondern immer mit Maschinen !“
…. Ja stimmt, aber was soll’s. Man kann ja nie zuviel Werkzeug haben.

Der nächste Schritt war etwas fummelig. Da die 3 Sägeblätter unterschiedliche Dimensionen (Blatthöhen) hatten, mußte ich sie so zusammenfügen, daß alle Zähne auf gleicher Höhe waren. Sie wurden mittels eines doppelseitigen Klebebandes (Montageklebeband ca.0,5mm dick) aneinander gereiht. Das hat auch den Effekt, daß zwischen den Blättern ein geringer Abstand entstand. Dadurch kommen sich die geschränkten Zähne nicht in die Quere und das Epoxy kann später schön in die Zwischenräume einziehen.
Wenn jemand lauter gleiche Blätter zu verarbeiten gedenkt , hat es zwar leichter, sollte dabei aber trotzdem darauf achten die Stück so zusammen zu kleben, daß die Zähne „auf Lücke“ und nicht in einer Reihen stehen. Als nächstes habe ich den Holzkorpus „zurechtgeschnitzt“.
Klar, daß ich dazu eine meiner Oberfräsen benutzt habe.


Es ginge aber auch mit einfacheren Werkzeugen (Stechbeitel, Ziehmesser, Schleifpapier etc.)
Die Wanne für das Sägeblattpacket soll so tief sein, daß die Zähne noch vollständig über das Holz herausstehen.
Länge und Breite wird einfach von dem Packet abgemessen und diese Eingießwanne dann ca. 1mm größer ausgelegt. Jetzt wird der Holzkorpus genau waagrecht ausgerichtet aufgelegt und das Harz angemischt (ich verwende jenes von R&G Type L). Für meine Wanne habe ich ca. 85g fertig gemischtes Harz gebraucht. Die erforderliche Menge hängt natürlich von der Größe des BS-Pakets ab.
Zuerst etwa die Hälfte des Harzes in die Wanne gießen (damit nichts überläuft, wenn man das Paket einlegt).
Dann da Sägepaket einlegen und mit kleinen Holzstückchen (z.B. Zahnstocher) ausrichten und leicht verkeilen. Dann empfiehlt es sich das Ganze mit der Heißluftpistole etwas anzuwärmen, damit das Harz leichter zwischen die einzelnen Sägeblätter einziehen kann. Anschließend den Rest des Harzes vor und hinter dem Paket immer wieder auffüllen bis der Harzspiegel nicht mehr absinkt. …. Und dann …. Waaaaaaarten , bis das Harz durchgehärtet ist .
fortsetzung im nächsten Post -