esche-glas-langbogen
Verfasst: 05.02.2006, 19:22
hallo zusammen.
ich versuch mir einen esche-glas-langbogen zu laminieren. angefangen habe ich mit selfbows aus ahorn. das holz war aber scheisse, so ca. alle 30 cm ein astloch, und es blieb nach etlichen versüchen nur brennholz übrig. da ein onkel von mir modellflugzeuge aus kohle und glas herstellt, kam ich auf die idee, mir einen bogen aus glas und holz zu laminieren.
der erste versuch war vom backing zum facing ahorn, glas, ahorn. das glas wollte ich aus ästhetischen gründen nicht aussen. ich benütze 600g/m^2 glasgelege und normalen epoxy-leim. der bogen brachte aber nur ca. 15lbs hin. daraufhin habe ich noch eine doppelte schicht glas offen daraufgeleimt. die leistung war zwar besser, genügte aber noch lange nicht.
der bogen war übrigens ein flachbogen, mit 5cm breite an den wa auf 2 cm an den enden und einer länge von 174, leicht reflex, hat sich aber fast wieder ganz zurückgestellt und leichten recurves.
als nächsten schritt habe ich den griff plattgemacht, ein stück esche als facing aufgeleimt (wieder reflex), neuer griff drauf, diesmal mit pfeilauflage. die esche war ziemlich stark und es gab diesmal kein stringfollow mehr. ich habe dann die esche schön rund runtergetillert, nachdem ich die grösste breite auf 3,5 cm runterschliff. aufgrund des zu starken reflexes getraute ich mich aber kaum, den bogen auf standhöhe zu spannen und als ichs tat, war der bogen schon zu schwach. zwar nur wenig, und ich hätte den bogen zu diesem zeitpunkt am besten als einigermassen gelungener erstling abgeschlossen.
ich gab mich aber nicht zufrieden und leimte noch mal als facing eine doppellte schicht und eine dünne schicht esche drauf. esche aussen, wegen ästhetik. ich schaute aber nicht auf die flucht und die sehne ging ca. 5 cm der mitte vorbei. ich wollte dann durch vertiefung der nocke und einseitiges abschleifen die sehne in die mitte bringen. leider erwischte ich die falsche seite, und das einkerben und abschleifen glich sich aus. dann wollte ich in einem anflug von verzweiflung (ich hatte noch nicht bemerkt dass es die falsche seite war) die wurfarme mit schraubzwingen begradigen (ohne dampf wegen epoxy) und der bogen zerbrach mit im griff.
der zweite versuch war ein flacher, ca. 158 langer bogen, den ich schon während nach dem tillern des ersten laminierte. vom backing zum facing ahorn glas ahorn glas esche. er hatte recurves und einen viel zu starken reflex. leider kein stringfollow. nun eine kurzfassung: zuerst ging das facing kaputt. daraufhin hab ich ein grossteil von diesem abgeschlieffen und eine doppelte schicht glas draufgetan. dann ging bei beiden wa das facing kaputt.
ich dachte mir, das lag daran dass der bogen zu kurz und zu stark reflex war.
nun zu meinem jetztigen projekt. ein glas-esche-glas-esche langbogen. breiteste stelle 3,0 cm, linear auf 1,5 an den tips. jetzt habe ich ein glass (2*600g) auf esche laminat, getapert von 5mm auf 3mm, für das backing vor mir und und als facing (oder trägermaterial) ein stück esche mit taper ca. 1,5 cm auf 0.6 cm und einem griff aufgeleimt (von der facing seite her). alles 190cm lang. viel breiter als 3 cm kann ich denn bogen nicht machen, höchstens 3.5 cm. ich wollte nun dass zeugs mit einer schicht glass in der mitte zusammenleimen. dann könnte ich den bogen schön von der facing seite her tillern.
nun meine frage. würde der bogen so klappen? ohne glasschicht als facing? oder brauchts das? wenn ja, wie dick muss ich dann das holz machen bei einem angestrebten zuggewicht von 55#?
ich wäre euch für eure hilfe sehr dankbar!
ich versuch mir einen esche-glas-langbogen zu laminieren. angefangen habe ich mit selfbows aus ahorn. das holz war aber scheisse, so ca. alle 30 cm ein astloch, und es blieb nach etlichen versüchen nur brennholz übrig. da ein onkel von mir modellflugzeuge aus kohle und glas herstellt, kam ich auf die idee, mir einen bogen aus glas und holz zu laminieren.
der erste versuch war vom backing zum facing ahorn, glas, ahorn. das glas wollte ich aus ästhetischen gründen nicht aussen. ich benütze 600g/m^2 glasgelege und normalen epoxy-leim. der bogen brachte aber nur ca. 15lbs hin. daraufhin habe ich noch eine doppelte schicht glas offen daraufgeleimt. die leistung war zwar besser, genügte aber noch lange nicht.
der bogen war übrigens ein flachbogen, mit 5cm breite an den wa auf 2 cm an den enden und einer länge von 174, leicht reflex, hat sich aber fast wieder ganz zurückgestellt und leichten recurves.
als nächsten schritt habe ich den griff plattgemacht, ein stück esche als facing aufgeleimt (wieder reflex), neuer griff drauf, diesmal mit pfeilauflage. die esche war ziemlich stark und es gab diesmal kein stringfollow mehr. ich habe dann die esche schön rund runtergetillert, nachdem ich die grösste breite auf 3,5 cm runterschliff. aufgrund des zu starken reflexes getraute ich mich aber kaum, den bogen auf standhöhe zu spannen und als ichs tat, war der bogen schon zu schwach. zwar nur wenig, und ich hätte den bogen zu diesem zeitpunkt am besten als einigermassen gelungener erstling abgeschlossen.
ich gab mich aber nicht zufrieden und leimte noch mal als facing eine doppellte schicht und eine dünne schicht esche drauf. esche aussen, wegen ästhetik. ich schaute aber nicht auf die flucht und die sehne ging ca. 5 cm der mitte vorbei. ich wollte dann durch vertiefung der nocke und einseitiges abschleifen die sehne in die mitte bringen. leider erwischte ich die falsche seite, und das einkerben und abschleifen glich sich aus. dann wollte ich in einem anflug von verzweiflung (ich hatte noch nicht bemerkt dass es die falsche seite war) die wurfarme mit schraubzwingen begradigen (ohne dampf wegen epoxy) und der bogen zerbrach mit im griff.
der zweite versuch war ein flacher, ca. 158 langer bogen, den ich schon während nach dem tillern des ersten laminierte. vom backing zum facing ahorn glas ahorn glas esche. er hatte recurves und einen viel zu starken reflex. leider kein stringfollow. nun eine kurzfassung: zuerst ging das facing kaputt. daraufhin hab ich ein grossteil von diesem abgeschlieffen und eine doppelte schicht glas draufgetan. dann ging bei beiden wa das facing kaputt.
ich dachte mir, das lag daran dass der bogen zu kurz und zu stark reflex war.
nun zu meinem jetztigen projekt. ein glas-esche-glas-esche langbogen. breiteste stelle 3,0 cm, linear auf 1,5 an den tips. jetzt habe ich ein glass (2*600g) auf esche laminat, getapert von 5mm auf 3mm, für das backing vor mir und und als facing (oder trägermaterial) ein stück esche mit taper ca. 1,5 cm auf 0.6 cm und einem griff aufgeleimt (von der facing seite her). alles 190cm lang. viel breiter als 3 cm kann ich denn bogen nicht machen, höchstens 3.5 cm. ich wollte nun dass zeugs mit einer schicht glass in der mitte zusammenleimen. dann könnte ich den bogen schön von der facing seite her tillern.
nun meine frage. würde der bogen so klappen? ohne glasschicht als facing? oder brauchts das? wenn ja, wie dick muss ich dann das holz machen bei einem angestrebten zuggewicht von 55#?
ich wäre euch für eure hilfe sehr dankbar!