Handschock +Ursachen
Verfasst: 16.02.2014, 12:35
So, mal ein Thema a´la Mythbusters.
Vor Jahren habe ich mal einem japanischen Bogenbaumeister widersprochen, der behauptet haben soll, die japanischen Bögen wären unteranderem wegen des dann fehlenden Handschocks asymmetrisch.
Ich muß meine Aussage von damals heftig korrigieren.
Für mich steht mittlerweile fest, das sich Handschock am leichtesten reduzieren läßt, wenn der Bogen geschickt asymmetrisch gebaut wird.
Ich habe mich ja hier ewig mit Blacksmith77K (Blacky)darüber gestritten, ob ein ELB Handschock hat oder nicht. Dann postete Blacky mal die Bauanleitung zu seiner Art, so ein Teil zu bauen, und schrieb dazu, diese Teile hätten keinen Handschock.
Die "ELB" , die ich auf MA-Märkten geschossen habe, hatten in 99% der Fälle heftig Handschock, waren aber konsequent symmetrisch und traten wie ein Esel/Maultier, kurz und schmerzhaft. Mit und ohne schwere Nocken.
Auch andere Bogenformen ,-z.B. "Paddelbögen"- leiden, so sie symmetrisch sind, unter dieser Krankheit.
Auf der anderen Seite weiß ich, das ein streng nach Bauvorschrift gebauter Flitzebogen keinerlei spürbaren Handschock hat , aber je nach Vorspannung sehr lange "nach singen" kann.
Der Extremfall war eine Eibe mit den für Flitzebogen typischen dicken Tips , ~25mm breit und 32 hoch im Griff und somit anden Tips immerhin ~ 15 mm breit und fast ~20 mm hoch. Am Ende des Biegebereichs so 12x16. Also eigentlich ein Klopper.
Weils schnell gehen mußte, leider weder Bilder noch Maße.
Das Teil war schneller als der "ELB", den die Dame vorher geschossen hat, so 10 cm lagen die ersten Pfeile über dem Ziel auf einer Entfernung von ~8m (danach in einem 3 cm Kreis), lag ~5# über dem gewünschten Zuggewicht,-sie hat es trotzdem schmerzfrei mehrfach schießen können-, weil, absolut ohne Handschock.
Ich kann also als Ursache für Handschock gewichtete Tips ausschließen, geringes Gewicht ebenfalls, da der Bogen unter dem mit der Bogenmasseformel errechneten Gewicht lag, bleibt als Ursache eben nur die Asymmetrie.
Warum also haben symmetrische Bögen alle mehr oder minder Handschock und asymmetrische eher nicht?
Nach meiner Meinung liegt dies im Schwingungsverhalten. Meine Meinung:
Ein Bogen schwingt nach dem Abschuß wie die Cosinuskurve. Symmetrisch gebaut, bildet sich in der Mitte ein Schwingungsbauch, aber eigentlich schwingen die WA so, also Bauch jeweils am Ende der WA, Knoten in der Mitte. Beim symmetrischen Bogen schwingen die WA gleich, sind also in Resonanz schon bei der Schwingung erster Ordnung. (Große Amplitude, niedrige Frequenz). Beim asmmetrischen Bogen hingegen wird die Schwingung chaotisch, die Resonanz beider WA tritt erst bei höheren Frequenzen auf.
Die Wellen beider Wa treffen sich ja im Griff. Während der eine im 0 Durchgang oder Richtung vom Schützen weg schwingen will, schwingt der andere in die andere Richtung, was nicht geht, weil die ja durch den Griff verbunden sind. Das ergibt höchstens ein "Drehen" im Griff/Druckpunkt, was der Schütze nicht merkt. Es werden "Oberschwingungen "ausgelöst, bis hin zur Resonanz im Hörbaren Bereich,- also hohe Frequenz bei kleiner Amplitude. Die Chance, das der Druckpunkt im Schwingungsknoten liegt, ist also viel größer. Bestenfalls merkt der Schütze nichts, hört nur ein Brummen oder Summen, schlimmstenfalls brummt/summt das Teil in der Hand, tut nicht weh, kitzelt nur.
Was meint ihr dazu??
Vor Jahren habe ich mal einem japanischen Bogenbaumeister widersprochen, der behauptet haben soll, die japanischen Bögen wären unteranderem wegen des dann fehlenden Handschocks asymmetrisch.
Ich muß meine Aussage von damals heftig korrigieren.
Für mich steht mittlerweile fest, das sich Handschock am leichtesten reduzieren läßt, wenn der Bogen geschickt asymmetrisch gebaut wird.
Ich habe mich ja hier ewig mit Blacksmith77K (Blacky)darüber gestritten, ob ein ELB Handschock hat oder nicht. Dann postete Blacky mal die Bauanleitung zu seiner Art, so ein Teil zu bauen, und schrieb dazu, diese Teile hätten keinen Handschock.
Die "ELB" , die ich auf MA-Märkten geschossen habe, hatten in 99% der Fälle heftig Handschock, waren aber konsequent symmetrisch und traten wie ein Esel/Maultier, kurz und schmerzhaft. Mit und ohne schwere Nocken.
Auch andere Bogenformen ,-z.B. "Paddelbögen"- leiden, so sie symmetrisch sind, unter dieser Krankheit.
Auf der anderen Seite weiß ich, das ein streng nach Bauvorschrift gebauter Flitzebogen keinerlei spürbaren Handschock hat , aber je nach Vorspannung sehr lange "nach singen" kann.
Der Extremfall war eine Eibe mit den für Flitzebogen typischen dicken Tips , ~25mm breit und 32 hoch im Griff und somit anden Tips immerhin ~ 15 mm breit und fast ~20 mm hoch. Am Ende des Biegebereichs so 12x16. Also eigentlich ein Klopper.
Weils schnell gehen mußte, leider weder Bilder noch Maße.
Das Teil war schneller als der "ELB", den die Dame vorher geschossen hat, so 10 cm lagen die ersten Pfeile über dem Ziel auf einer Entfernung von ~8m (danach in einem 3 cm Kreis), lag ~5# über dem gewünschten Zuggewicht,-sie hat es trotzdem schmerzfrei mehrfach schießen können-, weil, absolut ohne Handschock.
Ich kann also als Ursache für Handschock gewichtete Tips ausschließen, geringes Gewicht ebenfalls, da der Bogen unter dem mit der Bogenmasseformel errechneten Gewicht lag, bleibt als Ursache eben nur die Asymmetrie.
Warum also haben symmetrische Bögen alle mehr oder minder Handschock und asymmetrische eher nicht?
Nach meiner Meinung liegt dies im Schwingungsverhalten. Meine Meinung:
Ein Bogen schwingt nach dem Abschuß wie die Cosinuskurve. Symmetrisch gebaut, bildet sich in der Mitte ein Schwingungsbauch, aber eigentlich schwingen die WA so, also Bauch jeweils am Ende der WA, Knoten in der Mitte. Beim symmetrischen Bogen schwingen die WA gleich, sind also in Resonanz schon bei der Schwingung erster Ordnung. (Große Amplitude, niedrige Frequenz). Beim asmmetrischen Bogen hingegen wird die Schwingung chaotisch, die Resonanz beider WA tritt erst bei höheren Frequenzen auf.
Die Wellen beider Wa treffen sich ja im Griff. Während der eine im 0 Durchgang oder Richtung vom Schützen weg schwingen will, schwingt der andere in die andere Richtung, was nicht geht, weil die ja durch den Griff verbunden sind. Das ergibt höchstens ein "Drehen" im Griff/Druckpunkt, was der Schütze nicht merkt. Es werden "Oberschwingungen "ausgelöst, bis hin zur Resonanz im Hörbaren Bereich,- also hohe Frequenz bei kleiner Amplitude. Die Chance, das der Druckpunkt im Schwingungsknoten liegt, ist also viel größer. Bestenfalls merkt der Schütze nichts, hört nur ein Brummen oder Summen, schlimmstenfalls brummt/summt das Teil in der Hand, tut nicht weh, kitzelt nur.
Was meint ihr dazu??