Sorry Chef,Wilfrid hat geschrieben: Bogenschießen ist eine Tätigkeit wie Fahrradfahren, zumindest das intuitive. Und Fahrradfahren wird selten aus Büchern gelehrt oder als contemplative Tätigkeit angesehen.
"ich reiß mir öfter das Ohr blutig""ich komme immer ans Schutzblech des Vorderrades" ...
In beiden Fällen sollte man mal selbst den Fehler finden können ....
Is wie "Der nagel geht nich rein und mein Daumen ist schon ganz breit"
Einfach die Knoche da weg nehmen
mit dem Hausverstand rumplappern und dabei Speichen mit Pfeilen mischen isnich:
Beim Kyudo zieht man die Sehne bis hinter das Ohr
DIe Federn sind hinter dem Gesicht, der Pfeil liegt je nach Stil zwischen Mund und Nase an.
Die Sehne muss seitlich am ganzen Kopf vorbei, auch wenn der Schütze noch so hässlich ist.
Wenn man beim Schußaufbau pfuscht und die Technik nicht funktioniert, dann rauscht die Sehne gradeaus das Gesicht streifend auf den Bogen zu und rasiert entweder Ohr oder rechte Augenbraue.
Ist aber für einen "blutigen bzw. dann blutenden Anfänger" nur schwer bis gar nicht zu erkennen wo der Murks passiert - drum gibts die Lehrer, die je nach Qualität entweder den Fehler erklären oder gütig "der Weg ist das Ziel" murmeln.
Schau mal bei
- "Hideharu Onuma"
"Kyudo - The Essence and Practice of Japanese Archery"
ISBN 4-7700-1734-0
Auf S. 92 unter "Hikiwake" ein direkter Vergleich "Western Archery" zu "Japanese Archery"
( Will es hier nur nicht wg. dem Copyright reinstellen)
Es sei angemerkt, dass Frauen und auch einige Männer einen "mune-ate" (Brustschutz) tragen.
Um bei deinem Fahrrad zu bleiben: es macht keinen Spaß weiterzufahren wenn die Sehne die Ventile rausgeschraubt hat.
Auch das hat ausserhalb der Kyudo-Welt keinerlei Bedeutung und wird - bei Männern - gerne hämisch kommentiert.
Warum lacht man aber nicht über einen Armschutz? Den finde ich absolut daneben. Sich intuitiv in Schlaghosen aufs Rad setzen und dann jammern wenn die Kette abfärbt. Da muss man den Bogen einfach so halten dass die Sehne nicht an den Arm kommt. Angekommen?

//Stefan