Grottenolm - Hasel 24#@28"
Verfasst: 24.06.2015, 22:38
Endlich habe ich nach langer Zeit überhaupt einmal wieder etwas fertig bekommen. Dementsprechend zeige ich heute meinen
Grottenolm
Material: Hasel
Zuggewicht: 24#
Länge über alles: 65,7"
Länge NtN ungespannt: 63,2"
Länge NtN gespannt: 60,2"
Standhöhe: 6,5"
Sehne: Dacron B50, 12 Strang
Gewicht mit Sehne: 390g
Finish: Schleifpappier bis 400, 1* Leinölfirnis
Der Bogen bietet garantiert massenweise Kritikpotenzial, welches zum großen Teil auf meine immer noch unzureichende Geduld zurückzuführen ist. Der Tiller könnte sicherlich besser sein, aber irgendwann habe ich mich nicht mehr weiter getraut. Außerdem gibt es Bearbeitungsspuren. Die gehen auf das Konto "Keine Lust mehr - werd' endlich fertig".
Die positiven Aspekte bei diesem Bogen sind:
Oder - ich schaue irgendwann einmal, was dabei herauskommt, wenn ich den Bauch tempere. In einem anderen Thread hatte ich ja schon eine entsprechende Frage gestellt und sehr hilfreiche Antworten bekommen. Aber vorher gibt's Bilder.
Abgespannt

Standhöhe

Sehnenverlauf

Vollauszug. Ich habe den Bogen bis 28" getillert, ziehe mit meinen kurzen Ärmchen aber nur 26". Außerdem passt meine Haltung heute zum krummen Bogen. Ich hab's mir heute am Rücken geholt.

Nun ein paar Detailfotos:
S-Kurve im oberen Wurfarm. Die gefällt mir recht gut.

Mulde im Rücken am unteren Wurfarm. Die ist für mich das größte Problem. Ich habe keine Vorstellung, welchen Belastungen der Bogen an der Stelle ausgesetzt ist. Außerdem habe ich die Rinde nicht herausbkommen. Deshalb habe ich sie einfach zum Teil am Rücken gelassen.

Ast im seitlichen oberen Wurfarm. Scheint mir hart genug zu sein, um ihn einfach im Holz zu lassen.

Astloch im Bauch des unteren Wurfarms

Wellen dieser Art über die gesamte Bogenlänge. Für meine Erfahrung nicht ganz ohne.

Wie geht's weiter?
Nach wie vor muss ich an mir arbeiten, damit ich nicht ständig wegen meiner Ungeduld meine Projekte vertillere.
Allmählich muss ich mir abgewöhnen, jedes x-beliebige Holz als Bogenkandidaten zu betrachten. Ich habe jede Menge Stämme aussortiert, die ich zu optimistisch eingelagert hatte.
Nun überlege ich, ob ich noch einen Hasel (ein übel reflexes Teil mit deutlichem Heißluftbedarf) bearbeite. Oder ich schaue mal nach einem etwas geraderen Stave und versuche mich an einem Bogen im Möllegabet-Design. So etwas könnte mir gefallen. Zumindest darf es jetzt einmal ein anderer Bogentyp sein.
Damit bin ich gespannt auf Eure Bemerkungen zum Bogen. In diesem Sinne: Viel Spaß und
LG
Ralf
Grottenolm

Material: Hasel
Zuggewicht: 24#
Länge über alles: 65,7"
Länge NtN ungespannt: 63,2"
Länge NtN gespannt: 60,2"
Standhöhe: 6,5"
Sehne: Dacron B50, 12 Strang
Gewicht mit Sehne: 390g
Finish: Schleifpappier bis 400, 1* Leinölfirnis
Der Bogen bietet garantiert massenweise Kritikpotenzial, welches zum großen Teil auf meine immer noch unzureichende Geduld zurückzuführen ist. Der Tiller könnte sicherlich besser sein, aber irgendwann habe ich mich nicht mehr weiter getraut. Außerdem gibt es Bearbeitungsspuren. Die gehen auf das Konto "Keine Lust mehr - werd' endlich fertig".
Die positiven Aspekte bei diesem Bogen sind:
- Der Bogen ist überhaupt fertig geworden (eigentlich wollte ich nur an Holz üben),
- endlich einmal keine schon während des Baus notwendig gewordenen Wicklungen,
- der Stave war nicht besonders: Äste, Dellen in der Rinde und im Holz, Drehwuchs. Jede Menge Herausforderungen für mein Level.
Oder - ich schaue irgendwann einmal, was dabei herauskommt, wenn ich den Bauch tempere. In einem anderen Thread hatte ich ja schon eine entsprechende Frage gestellt und sehr hilfreiche Antworten bekommen. Aber vorher gibt's Bilder.
Abgespannt

Standhöhe

Sehnenverlauf

Vollauszug. Ich habe den Bogen bis 28" getillert, ziehe mit meinen kurzen Ärmchen aber nur 26". Außerdem passt meine Haltung heute zum krummen Bogen. Ich hab's mir heute am Rücken geholt.

Nun ein paar Detailfotos:
S-Kurve im oberen Wurfarm. Die gefällt mir recht gut.

Mulde im Rücken am unteren Wurfarm. Die ist für mich das größte Problem. Ich habe keine Vorstellung, welchen Belastungen der Bogen an der Stelle ausgesetzt ist. Außerdem habe ich die Rinde nicht herausbkommen. Deshalb habe ich sie einfach zum Teil am Rücken gelassen.

Ast im seitlichen oberen Wurfarm. Scheint mir hart genug zu sein, um ihn einfach im Holz zu lassen.

Astloch im Bauch des unteren Wurfarms

Wellen dieser Art über die gesamte Bogenlänge. Für meine Erfahrung nicht ganz ohne.

Wie geht's weiter?
Nach wie vor muss ich an mir arbeiten, damit ich nicht ständig wegen meiner Ungeduld meine Projekte vertillere.
Allmählich muss ich mir abgewöhnen, jedes x-beliebige Holz als Bogenkandidaten zu betrachten. Ich habe jede Menge Stämme aussortiert, die ich zu optimistisch eingelagert hatte.
Nun überlege ich, ob ich noch einen Hasel (ein übel reflexes Teil mit deutlichem Heißluftbedarf) bearbeite. Oder ich schaue mal nach einem etwas geraderen Stave und versuche mich an einem Bogen im Möllegabet-Design. So etwas könnte mir gefallen. Zumindest darf es jetzt einmal ein anderer Bogentyp sein.
Damit bin ich gespannt auf Eure Bemerkungen zum Bogen. In diesem Sinne: Viel Spaß und
LG
Ralf