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Pfeilschaefte richten
Verfasst: 19.02.2004, 07:55
von kioshu
Ich habe ein Problem !!!!
;(
Ich versuche seit ein paar Tagen meine Schäfte
zu richten, aber ich habe das Gefühl, dass sie
immer mehr Beulen bekommen oder sich garnichts
tut. ;(
In meinem Kopf macht sich immer öfter ein Gedanke breit: Feuerholz, Feuerholz...dabei sollen es doch mal hübsche, gutfliegende Pfeile werden:(
jetzt wäre
Verfasst: 19.02.2004, 08:01
von Archiv
meine Frage, wie richtest oder versuchst Du die Schäfte zu richten?
Ich benutze eine Heißluftpistole für hartnäckige Verbiegungen. Normalerweise reicht es den Pfeil mit der Hand oder einen Tuch warm zureiben und dann in Form zubringen!
Nice Day
Dämpfen?
Verfasst: 19.02.2004, 08:04
von Kettensprenger
Da war in einem Thread etwas von Holz dämpfen. Auch in einer älteren TB habe ich da einen Bericht gelesen, dass jemand seinen Bogen in einem Topf gedämpft und so gerichtet hat. Würde das mit den Pfeilschäften auch gehen?
Dämpfen,
Verfasst: 19.02.2004, 08:10
von Archiv
Theorethisch ja, meines erachtens wäre Dämpfen aber die Methode, mit den Kanonen und den Spatzen. Da durch das Dämpfen eher zwei unwuchten in den Pfeil kommen als eine raus. Ich würde Dämpfen z.B. benutzen um einen Recurve am Bogen anzubringen. Ersteinmal würde ich es mit den obenbeschriebenen mitteln versuchen, ausser der Pfeil hat eine 45°Verbiegung! ;-)
Dämpfen
Verfasst: 19.02.2004, 08:19
von Taurus
Ich habe meine Schäfte über den Wasserkocher gehalten und dann von Hand und über die Tischkante gerichtet, ging super. Mit der Heißluftpistole werde ich es auch mal probieren, weil weniger Dampf in der Küche!:)

Verfasst: 19.02.2004, 08:55
von michael lb
Pfeil auf ebene Fläche legen (ungewünschte Biegung nach oben), ein Ende fixieren, Zahnstocher unter Biegestelle legen und anderes Ende auch fixieren.
Dauer: Je nach Spine/Dicke einige Stunden bzw über Nacht.
Verfasst: 19.02.2004, 09:05
von horsebow
Ich richte meine Schäfte neuerdings nach "trockenem" Erhitzen über einem kleinen Campinggaskartuschenkocher, geht sehr gut. "Kaltes" Richten führt imho nicht zu dauerhaften Korrekturen.
Gruß, horsebow
da gab es doch noch...
Verfasst: 19.02.2004, 09:52
von Ravenheart
...die Methode durch Reiben mit einer Flasche..
Hat damit jemand Erfahrung? Würde mich interessieren!
Rabe
P.S.: Benutze auch Heißluft...
Methode mit der Flasche (burnish)
Verfasst: 19.02.2004, 10:24
von madbike
Hallo Rabe,
habe die Methode mit der Flasche schon probiert und muß sagen es funzt super. Die Bige darf nicht zu groß sein, was bei Holz eh Bruch heißen würde. zur Technik:
Pfeil auf grade Unterlage mit Biegung nach oben,
festhalten und mit Flasche oder Glas mit Druck oben schnell reiben - mit wie viel Druck und wie schnell, Holz soll sich ja erwärmen, muß man probieren.
Viel Spaß
madbike
Verfasst: 19.02.2004, 12:07
von Uli
Ich reibe die Biegung warm und biege den Schaft mit der Hand. Funktionierte bis jetzt auch bei größeren Biegungen.
Biegen
Verfasst: 19.02.2004, 12:46
von Daniel
Hallo Pfeilebieger,
Habe Holzpfeile aus Zeder bis Spine 45 ohne Erwärmung oder Oberflächenverformung mittels einer selbsgebastelten Vorrichtung mit Meßuhr (einem richtigen Pfeilrichtgerät ähnlich, nur ohne Kugellager und Drückhebel) folgendermaßen geradegebracht:
Die zwei Auflagen für den Pfeil werden an Anfang und Ende der Krümmung gesetzt (wichtig), dann von Hand gedrückt bis die Meßuhr Rundlauf 0,2 mm anzeigt. Nach einigen Minuten Vorgang wiederholen bis Rundlauf 0,1 mm.
Die Pfeile blieben dann gerade innerhalb 0,2 mm, meines Erachtens ausreichend für Holzpfeile.
Für potentielle Richtgeräte-Bastler: Wichtig ist, dass genug Platz für das nach nach-unten-Biegen ist.
mfG Daniel
Pfeile richten
Verfasst: 19.02.2004, 17:15
von Robin Hut
Auf dieser Seite wird das Richten von Pfeilen beschrieben. Allerdings in englisch. Bei Alta-vista kann man die Seite übersetzen.
Alta-vista translator
Unter diesem Link findet man die Anleitung
Anleitung zum Pfeile richten
Habs nicht probiert aber hört sich praktikabel an.
Danke sehr!
Verfasst: 20.02.2004, 07:44
von kioshu
Vielen Dank für die zahlreichen Tipps!! :-)
Das gibt mir doch wieder Hoffnung.
Ich hatte versucht die Schäfte kalt zu richten.
Werde morgen einfach ;-) der einen Hälfte mit
der Heissluftpistole und der anderen Hälfte mit der Flasche zu Leibe rücken.
Ist es eigentlich besser, Sie dann über Nacht liegen zu lassen, ob sie auch so bleiben?
Warten
Verfasst: 20.02.2004, 09:09
von Ravenheart
...kommt auf die Richtmethode an! Etwas Zurückkriechen kann bei jeder Methode auftreten, bei kaltem Biegen schadet aber die sofortige Benutzung nicht; der Effekt tritt so oder so ein oder nicht ein.
Kaltes Richten (einfach durch Biegen geht übrigens bei geringen Abweichungen durchaus auch!) oder mit der Flasche funktioniert ja durch reine Faserdehnung.
Bei heißem Biegen (Dampf, Heißluft oder Flamme -was ja auch nur "Heißluft" ist) werden aber zusätzlich die Harze /Öle im Holz "verflüssigt". Da machen einige Stunden oder sogar Tage Wartezeit Sinn, denn dann können die Stoffe wieder verhärten (verketten).
Rabe
Pfeile über Dampf richten
Verfasst: 23.02.2004, 08:01
von Kettensprenger
Habe ja in meinem Thread wegen des 4-fach Spleiß schon angedeutet, dass ich mir von solchen Pfeilschäften mal ein paar Stück bestellt habe. Die sind auch in der Zwischenzeit eingetroffen. Allerdings sind drei Schäfte doch reichlich verzogen.
Leider bin ich wohl handwerklich zu unbegabt, dass die Methode mit dem Holz oder der Flasche erwärmen gereicht hätte. Damit hab ich es nicht hinbekommen. Wie lange sollten denn die Schäfte im Wasserdampf baden, damit man sie biegen kann? Oder wie dicht über der Wasseroberfläche sollten man sie halten? Kann man da "Richtwerte" angeben?