Form des Bogens

Hölzer, Kleber, etc.
savage
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Form des Bogens

Beitrag von savage »

Hi,

Ich habe vor mir im Herbst einen ca. 170 cm langen Escheast der ca. einen umfang von 16-20cm hat hohlen.

Bearbeitung: Ast Spalten (Griff drann lassen), Rinde abmachen und die oberste schicht gleich als außenhaut verwenden, von der innen Seite verjüngen.
Falls jemand verbesserungs vorschläge hat, nur zu. :)

[navy]Eigentliche Frage:[/navy]
Um den Bogen schon mal Planen zu können wollte ich gerne wissen welche Form der bogen haben muss.
z.B. Flatbow, Langbogen,...
und geht bei Esche eine Recurve?

(die restlichen Mase währen für mich auch noch ganz brauchbar z.B. dicke und länge des Griffs, dicke am Ende und direckt unter dem Griff, breite am Ende und direckt unter dem Griff u.s.w.)

Vielen dank für eure Antworten.
malcolmb
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hi

Beitrag von malcolmb »

du legst aber ganz schön los. Du baust ja einen nach den anderen.
ich glaube ich kann dir nicht helfen aber esche lässt sich vielleicht glaube ich möglicherweise nicht s gut biegen beim dämpfen - bitte ihr [denkwonder]
PS: Wie willst du beim Spalten den Griff dranlassen???? [/denkwonder]

Ich seh gerade das die Uhr in FC nicht richtig geht. ich habe doch 21:30 geantwortet. kann es sein das die Uhr nachgeht????
Mars
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Re @ savage

Beitrag von Mars »

Mein Freund hat n perfektes Buch übers Bogenbauen. Ich könnts mal ausleihen und dann dir zeigen.
Soweit ich mirs gemerkt hab, war da ein Flatbow beschrieben.
Dicke am Griff: 3,5cm
Dicke oberhalb/unterhalb des Griffs: 2,5 cm
Dicke am Wurfarmende: 1-1,5cm
Außerdem perfekte Skizzen wie man den Rohling aus dem Stamm arbeitet, wie man ihn dann weiterbearbeitet und wie man ihn tillert.
savage
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Beitrag von savage »

Ja das Buch schau ich mir mal an. :-)

So, das oben beschriebene soll 1 Bogen sein.
Ich hab aber noch keine Antwort was für eine Form der bogen bekommen soll.

Die Recurve lass ich dann wohl lieber weg.

Noch zum Bau:

Ich säg links und rechts ca 5cm entfernt von der stelle wo später der Griff sitz biss zur Mitte des Asts und beim Spalten bleibt dann das Stück dran.

Noch zum Material:

Eignet sich Esche besser als Obstbäume zum Bogen bau??

Danke für eure Bemühungen
Mars
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Beitrag von Mars »

ich würde es anders machen. Ich hab es zwar schon selbst so ausprobiert, aber es ist dann schwieriger eine gescheite form herauszubekommen.
Ich mach es immer so (das eine mal als ichs richtig machte eben);):
Weil es mir immer zulange dauert bis das Bogenholz trocken ist, lasse ich nur den Rohling trocknen und nicht den gesamten Stamm. Um den Rohling zu bekommen, spalte ich das Holz direkt nach dem Fällen so, dass man eine vernünftige Stelle von dem Stamm nutzt. Dann arbeite ich daraus den Rohling.
Rohling und Spaltung
Der Rohling braucht nur ca. 4-5 Wochen zu trocknen, er hat dann einen Wassergehalt von ca. 11%.
Wenn er trocken ist, arbeite ich den Bogen heraus. Erst mit dem Ziehmesser die gewünschte Stärke und dann die Verjüngung der Wurfarme. Bereits dort achte ich schon auf das tillern. Um mit dem Ziehmesser gut arbeiten zu können, habe ich mir eine Schnitzbank gebaut.
Nach dem erfolgreichem Tillern, bringt man die restlichen Feinheiten an.

P.S: Hoffentlich hilft das euch...
savage
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OK

Beitrag von savage »

Das ist eine gute Möglichkeit, aber wenn ich keine Lust hab einen RIESIEGEN Baum zu Fällen ist doch meine Methode auch möglich oder??

hier meine Methode (falls man was erkennen kann)

Stamm von oben ( Querschnitt)

Stamm von der Seite
Mars
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Beitrag von Mars »

So hatte ich meinen allerersten Bogen auch gebaut...hab aber alles an einem Tag gemacht und so viele Fehler gemacht. Der schwerwiegenste war wohl, dass ich die Fasern an der vorderseite zerstört habe.
Deshalb liegt der Bogen gerade draußen im Regen in einer Feuerstelle in der er auf seine weiterverwertung als Wärmequelle wartet.:D
Wurzelpeter
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Senf

Beitrag von Wurzelpeter »

Moin die Herrn! :D

Ich bin ja beeindruckt, wie sehr man so einen Bogen planen kann.
Vor einigen Tagen hab ich meinen ersten angefangen. Alles was ich gemacht hab, war mit 'ner Axt so lange einen alten Haselnuss-Stamm zu bearbeiten, bis es irgendwie nach Bogen aussah (Das Ding hatte ca. 7 cm Durchmesser). Das einzige, was ich gemessen hab, ist die Gesamtlänge. Vielleicht lieg ich ja falsch, aber meiner Meinung nach reicht etwas an optischem Vorstellungsvermögen und dann passt das schon. Und weil ich beim Tillern immernoch die Axt in der Hand hatte, weiß ich jetzt auch, wie man 'n Knick wieder wegbekommt (Holzpflaster). Kurz: ich hab 'ne Menge gelernt und bin optimistisch, dass am Ende auch 'ne akzeptable Pfeilwurfmaschine rauskommt.
So, das war dann mein Senf zu dem Thema. :-)

Steffen
Der Grund f?r den Anlass war letztlich die Ursache f?r den Ausl?ser.
Nullman
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Beitrag von Nullman »

Bei Esche heisst es im Allgemeinen:

MAch ihn breit und flach... mach ihn breiter und flacher...

Soll heissen: Esche ---> Flatbow


Obwohl... einer meiner ersten Selfbows war im "englischen" Design und aus Esche...
Mein Hessenschreck, eingeweiht beim ersten Heinz Schenk Gedächtnis Schiessen. Ist zwar nicht so der Bringer, aber er tuts und hält. :D
Der Sch?tzenverein:
Schiessen lernen, Freunde Treffen.
Broken Arrow
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neee

Beitrag von Broken Arrow »

Hi

Nein das kann man so nicht stehen lassen.
Ich bin im Besitz zweier schoener Elbs aus Esche wobei der zweite seine 55# hat.
mach aus dem Stave das was der Stave hergibt.
Fette Jahresringe ELB weniger dicke Ringe Flat.
Und wenn es unbedingt ein Flat werden soll, dann sind die dicken Rige auch nicht schaedlich.
Bitte nicht immer verallgemeinern.
Jeder Stave hat seinen Reiz und in den meisten steckt ein schoener Bogen.

BA
Sieh nicht nur den Baum, sieh auch den Bogen darin
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Snake-Jo
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Beitrag von Snake-Jo »

@Broken Arrow: Grundsätzlich stimme ich dir zu: Man kann aus einer Art Holz, z.B. Esche, verschiedene Bogentypen herstellen, wenn man das richtige Stück für diesen Typ findet.
Aber: Dazu gehört eine Menge Erfahrung!;-)

Grundsätzlich ist es, wenn ich das so richtig gelesen habe, die Frage eines Beginners gewesen und da sollten die grundsätzlichen Eigenschaften eines durchschnittlichen Eschestabes berücksichtigt werden. Und da kann ich Nullman nur zustimmen: flach, flacher, breit, breiter. Damit reduziert man das Risiko.
@Wurzelpeter: Ja, man schnitzt alles weg, was nicht wie ein Bogen aussieht und erhält hinterher eine Wurfmaschine. Je nach Erfahrung einen "Knüppel" oder einen sehr ausgefeilten, wurfleistungoptimierten Bogen, der einige Jahre hält und seine Leistung beibehält und auch noch gut aussieht. Wenn alle so verfahren wie du, dann sind die Diskussionen hier im Forum nicht notwendig. Holz her, Beil her und irgendwie wird es schon gehen. Meistens geht es nicht! Ich kann dir an deinen eigenen Bögen erklären, was du bei sorgfältiger Planung hättest besser machen können. Muss aber nicht, man kann auch mit vielen Arbeitsstunden eigene Erfahrungen sammeln und Bogen für Bogen weiterkommen. That´s the hard way! Dafür braucht man dieses Forum aber nicht!:D
malcolmb
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Problem

Beitrag von malcolmb »

Original geschrieben von savage

Stamm von der Seite
Bild

nach diesem Bild würde doch der Rücken in der Ast mitte sitzen, oder interpretiere ich das falsch.

Übrigens stimme ich savage zu, dass die üblichen Methoden eigentlich riesige Holzverschwendung ist.

Ein gefällter Ahornbaum mit einem Durchmesser von 15 cm, ist ungefähr 12m hoch, von dem die ersten zwei, maximal die ersten 4m genuzt werden. Der restliche Stamm ist dann zu dünn und wird Feuerholz. :motz

@wurzelpeter: übrigens danke für den Tipp mit der Grafik.
- Ich musste das jetzt einfach ausprobieren.
:)
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magenta
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Spalten

Beitrag von magenta »

Die beabsichtigte Vorgehensweise halte ich für Holzverschwendung!
Bei einem Durchmesser von 15 cm kannst Du das Holz jedenfalls einmal der Länge nach spalten - das ergibt immer noch eine Stärke von rund 7 cm, ausreichend für einen Bogen mit Grifftiefe von 4,5 cm.
So wie Deine Zeichnung das zeigt, liegt entweder der Griff im unteren Teil des Holzes (das Einsägen wäre also sinnlos) oder wenn der Griff so bleibt, kannst Du den äußeren Ring nicht als Rücken nutzen.
Am besten, Du siehst Dir den abgesägten Ast genau an, Stärke der Jahresringe, Verlauf des Kernes, evtl. Biegungen und entscheidest dann, welchen Ring Du als Bogenrücken verwenden möchtest - danach dann spalten (evtl. mit Motorsäge den Schlitz zum Spalten zuerst einsägen).
Für den ersten Bogen würde ich ebenfalls bei Esche einen Flachbogen wählen.

Eine Skizze für einen Langbogen habe ich leider nur als PDF (kann ich hier nicht einfügen); solltest Du Interesse haben, schick mir eine IM, dann kann ich Dir den Plan per Mail senden.


Klaus
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mensch

Beitrag von malcolmb »

mensch genau das ist meine Rede.
:doh

das war übrigens nicht mein Vorschlag, sondern der von Savage.

schön das du das bestätigt hast.
savage
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zeichnung

Beitrag von savage »

Danke, die frage mit der Form wurde dann hiermit beantwortet.

Zum Bild:

Das dunkelrote ist der verschnitt, abfall, brennholz....
Alles was weiß ist bleibt dran. Das mittlere Teil soll der Griff sein. Wenn ich vor dem spalten nicht einsäge ist der ganze Stamm in der mitte gespalten, das heißt der Griff liegt dann neben mir auf dem Boden.

PS: Ich mache mir dann einen Flatbow, aber wissen würd ichs trotzdem gerne: also, bedeuten bei Esche sehr dicke Jahresringe einen Langbogen (oder anderer) und kleinere einen Flatbow??

2. PS: Ich hab mir schonmal Bogenarme aus Haselnuss in Flatbow-Form gebaut(hab sie aber nicht fertig geschnitzt), die haben aber nicht am griff gehalten und dienen nun A.r.u.M. als arme für eine Minibaliste, welche mit torsionskraft
betrieben wird.
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