Frage zur eigenen Sicherheit

Hölzer, Kleber, etc.
redeye
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Frage zur eigenen Sicherheit

Beitrag von redeye »

Also, ich hätte mal eine Frage an all jene, die schon länger Bögen bauen und zwar:
Wie ist es mit der Verarbeitung von Eibe. Ist ja an und für sich zu 99,9% giftig. Was ist jetzt zb. wenn ich sie mit der Raspel oder der Schleifmaschine bearbeite, sollte man eibe prinzipiell mit Schutz verarbeiten oder ist es beim trockenen Holz nicht mehr tragisch. Und bitte nur ernstgemeinte Antworten, weil verarschen kann ich mich selber. Ist ja nicht ganz unwesentlich.

Jah bless

redeye
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redeye
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???

Beitrag von redeye »

Fällt keinem was ein od. hat noch nie jemand drüber nachgedacht, dass der Umgang mit einer der giftigsten Pflanzen vielleicht nicht ganz ohne ist.
mfg
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Kyujin
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Beitrag von Kyujin »

Suche mal nach "Eibe" und "staub", da gibt es einiges an Diskussionen hier. (Überhaupt: Immer erst mal die Suchfunktion bemühen, es in der Tat wahrscheinlich, daß sich irgend jemand hier schon mal Gedanken gemacht hat.)

Kurz: Ja; Eibenholz ist richtig giftig, der eingeatmete / verschluckte Staub kann zu relevanten Vergiftungen führen, Haut- und Schleimhautreizungen sind fast schon obligatorisch. (Und Stäube, egal welcher Art, sollte man ohnehin nicht einatmen).

Also: Eine GUTE Feinstaubmaske und Handschuhe, am besten aber zusätzlich eine Staubabsaugung (evtl improvisert aus einem gutem Staubsauger) werden von sowohl von den Ärzten und den erfahrenen Eibenbogenbauern im Forum stark empfohlen. Denke auch an den Staub, der hinterher in der Werkstatt herum(f)liegt.
Johannes Kolltveit Ibel
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Radon
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Holzstaub

Beitrag von Radon »

Hallo redeye,

grundsätzlich wäre ich bei allen Holzstäuben vorsichtig. Buchen- und Eichenholzstaub z.B. sind zwar nicht giftig aber krebserregend. Meines Wissens ist Eibenstaub auch von abgelagertem Holz giftig. Also beim Bearbeiten für gute Absaugung sorgen und Atemschutz tragen.

radon

edit: da war Kyujin wohl schneller :-)
Eibenmann
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Beitrag von Eibenmann »

Naja, ich habe nun schon mehrere Eibenbögen gebaut und das Holz auch sonst recht oft verwendet. Beim Schleifen, Schmirgeln, Sägen und Hobeln an der Maschine trage ich ne Staubmaske und ne simple Schutzbrille. Ansonsten "mit ohne", vor allem bei Arbeiten, die mit dem Ziehmesser ausgeführt werden und wo's keine feinen Späne bzw. Staub gibt.
Grüsse
Kevin
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Wolfram
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Gesundheit

Beitrag von Wolfram »

Hallo,

zum einen Holzstaub kann krebserregend sein, daher sind entsprechende Schutzmaßnahmen sinnvoll.

Speziell Eibe: Solange ich nicht rumstaube (das mache ich dann draußen) trage ich keinen Schutz (weder für die Hände noch die Lunge). Dabei habe ich bis jetzt noch keine spürbare Giftwirkung festgestellt (Hautreizungen, Übelkeit) gleiches gilt für Robinie, die nicht weniger giftig ist.

Gruß Wolfram
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geomar
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RE: ???

Beitrag von geomar »

Original geschrieben von redeye

Fällt keinem was ein od. hat noch nie jemand drüber nachgedacht, dass der Umgang mit einer der giftigsten Pflanzen vielleicht nicht ganz ohne ist.
Also grade mal 15 Minuten nach dem ersten Post schon wieder nervös auf die Tastatur zu hämmern, weil noch keine Antwort da ist - geht´s noch? :motz
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Pochifiore

Beitrag von Pochifiore »

Geo, das hatte ich mir aber auch gedacht... *zustimm*

Zur Eibe...
Ist das Holz denn nicht auch beim bloßen (Haut-)Kontakt giftig?
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Ravenheart
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Beitrag von Ravenheart »

Beim Hantieren mit frischer Eibe bekomme ich immer schnell rote Handflächen - eine gewisse Reizung ist also da!

Bei getrocknetem Holz ist der Effekt geringer, trotzdem setze ich für Schleifarbeiten ne Staubmaske auf, obwohl ich noch keine Reizungen durch den Staub wahrgenommen habe.

Beim Bearbeiten mit Messer, Ziehklinge oder Raspel verzichte ich da drauf. Muss aber jeder selber wissen! Eibenholz ist ohne Zweifel giftig.

Rabe

Link 1

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lazy-dog
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Beitrag von lazy-dog »

In meinem Buch "Magie des Eibenwaldes" von Angelika Haschler-Böckle, steht allerdings noch ein Zusatz zu den Links von Ravenhart.-Alle Teile der Eibe,außer dem roten Fruchtfleisch und dem Holz,sind hochgiftig.
Des weiteren wird erwähnt,das die Römer Geschirr und Schöpfgeräte aus Eibenholz herstellten.
Nichtsdesdotrotz verwende auch ich generell beim schleifen von Hölzern eine Feinstaubmaske.
Gruß Andreas
redeye
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Danke!

Beitrag von redeye »

Tja, vorrangig möchte ich mich mal bei allen bedanken, die mir ihre sichtweise der Dinge und ihre Ehrfahrungen mitgeteilt haben.

Des weiteren denke ich sollten sich gewisse Personen nicht sofort nass machen, nur weil jemand der hier ne Frage stellt nach ca. 15 min. nochmal nachhakt, vor allem wenn dann diejenigen Personen nicht mal ne Antwort auf die Frage haben.

Über die grundsätzliche Giftigkeit von lebender oder Frischer Eibe bin ich mir grundsätzlich im Klaren (hab dazu ja den richtigen Beruf gelernt), mir geht es vor allem um die Auswirkungen von Staub, der über die Atemwege in den Körper gelangt.
:o
mfg
redeye

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fennek
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Beitrag von fennek »

1. Jeder Staub der in die Lunge kommt ist nicht gerade gesund! Besonders der von der Eibe nicht....

2. In Foren sollte man vielleicht etwas Geduld mitbringen! Oder?

P.s.: Dein eigenes Zitat lautet doch "In der Ruhe liegt die Kraft"!
"Wie hat es sich angefühlt?" "Es klang wie der Geruch von Himbeergeschmack..."
gervase
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Beitrag von gervase »

ich arbeite jetzt schon ein paar Jahre mit Eibe, und ich bin oft genug zu bequem, die Staubmaske aufzusetzen. Bisher hab ich noch keine negativen Auswirkungen bemerkt, ausser Schwindel und leichten Kopfschmerzen, wenn ich zulange am Bandschleifer hantiert habe.
Ist aber nicht zur Nachahmung empfohlen.
Verstehen kann man das Leben nur rueckw?aerts, aber leben muss man es vorwaerts....
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geomar
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RE: Danke!

Beitrag von geomar »

Original geschrieben von redeye
...
Des weiteren denke ich sollten sich gewisse Personen nicht sofort nass machen, nur weil jemand der hier ne Frage stellt nach ca. 15 min. nochmal nachhakt, vor allem wenn dann diejenigen Personen nicht mal ne Antwort auf die Frage haben.
...

Du solltest Dir in deinem Alter eigentlich schon einen etwas anderen Umgangston angeeignet haben - zumindest sollte Dir mittlerweile aufgefallen sein, dass wir hier im Forum diese Art des persönlichen Umgangs nicht dulden!

Zum Inhalt war zu diesem Zeitpunkt bereits alles gesagt und der Hinweis auf die Suchfunktion und die darin enthalten Antworten auf Deine Frage ist ja nun auch schon mehrfach gefallen.

Als dann, verzichte bitte in Zukunft auf diese spätpubertären Kraftausdrücke wie "nass machen" und dann kannste hier auch weiterhin deine Fragen stellen und ungeduldig auf Antworten hoffen.
Aber immer dran denken: Hier biste Gast und so solltest Du Dich auch verhalten. ;-)

Ach ja: Eibe ist giftig - immer und in jedem Zustand!
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Boettger
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giftiger Holzstaub?

Beitrag von Boettger »

Eibenfrüchte schmecken gar nicht so schlecht - etwa wie Litschi - und sind eben nicht giftig, es sei denn, man zerkaut die Kerne. Dann allerdings sind sie tödlich - also die Kerne besser ausspucken.
:)

Wie kommt Ihr eigentlich darauf, dass Holzstaub generell giftig sein soll? Und Krebs erregen soll er auch noch?
Das ist blanker und hahnebüchener Unsinn! :motz

Hier kommt es eben wie immer auf die Dosis an. Wer ab und an einen (vergleichsweise) dünnen Holzstab schleift, dem schadet der Holzstaub überhaupt gar nicht! Ansonsten hat der Körper seine Möglichkeiten, den Holzstaub auch wieder aus der Lunge rauszuwerfen oder abzubauen. Eigentlich ein ganz normaler Vorgang und nicht weiter tragisch.

Wer beruflich und in entsprechenden Mengen Hölzer schleift, der sollte über entsprechende Maßnahmen (Absaugung!) nachdenken.
Wer nicht allergisch reagiert, kann auf Staubmasken gut verzichten.

Bei Eibe mag jeder, der sich damit wohler fühlt, eine Staubmaske tragen - Handschuhe halte ich für überflüssig wie einen Kropf und mehr als hinderlich bei der Arbeit.

Mich würde in diesem Zusammenhang vor allem auch folgendes interessieren, nämlich inwieweit toxische Wirkstoffe im getrockneten und gut abgelagerten Eibenholz überhaupt oder überhaupt noch in relevanten Mengen vorhanden sind. Vielleicht findet sich hier ja ein Sachverständiger, der dazu (wirklich) was weiß?

mfG
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