Original geschrieben von benz
@Niels
ist das Schießen auf einer Bahn in 18 Sekunden historisch belegbarer, als das Jagen vom Pferd? Und was denkst Du, wie Du Deine Träume und Ziele erreichen kannst, wie kann der Weg dahin aussehen, speziell was gemeinsame Treffen angeht?
Wenn Du 18 Sekunden einfach nur durch gallopierend oder schnell (was 18 Sekunden ja nicht wírklich sind

) ersetzt, schon mehr. Und wenn Du die Bahn als "freie Steppe" mit dem (Anfänger-) Hilfsmittel namens Begrenzung ansiehst, also als Etappe auf dem Weg, noch mehr.
Außerdem ist das Jagen vom Pferd auf großen freien Flächen, wo man quasi das Pferd als Geschwindigkeitlieferant bei ebenfalls schnellen Beute nutzt, doch belegt, siehe Stämme der Plains.
Aber im Wald braucht man halt eigentlich kein Pferd zum Jagen, was ja - wie gesagt - nicht heißen muss, dass sowas nicht vorgekommen ist.
Zu Deiner zweiten Frage:
Wenn ich zu Treffen fahre, bemühe ich mich darum, möglichst gar keine Erwartung aufzubauen. Das beugt Enttäuschung vor und sorgt dafür, dass es meißt viel besser wird, als gedacht. War aber sicher nicht das, was Dich interessiert hat, oder ;-)

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Aber im ernst:
Ich erwarte bei Treffen nicht in erster Linie viel zu lernen. Anregungen wird man immer mitnehmen. Aber wirklich umsetzen oder auch nur ausprobieren, kann man das wohl nur in Ruhe zu hause.
Mal ein Beispiel. Ich habe beim Claus und beim Steppi bei den Wettkämpfen beobachtet, wie schön ruhig auf das Ziel gerichtet dort der Bogenarm ist. Beim schnellen Nocken bewegt sich fast nur der Zugarm. Meiner Beobachtung nach bringt das einen enormen Geschwindigkeitzuwachs beim Nocken, sorgt für eine permanente Aufrechterhaltung der Zielfixierung und stellt praktisch die sinnvolle Vernküpfung des eigentlichen Schießens mit der Vorübung des gespannten Bogenhaltens im Galopp dar. Nur, üben und damit am Ende Automatisieren muss ich den Bewegungsablauf dann trotzdem wieder allein.
Es wäre natürlich schon schöner, immer Mitstreiter beim normalen Training zu haben, um sich immer austauschen oder auch mal korrigieren zu können. Aber wat nich is, dat is nu ma nich.
Also sind die Treffen für mich wichtig, um nicht immer im eigenen Saft zu schmoren, mich mit anderen auszutauschen, sie zu beobachten, mich mit ihnen zu vergleichen.
Für viel mehr reicht ja auch die Zeit an einem Wochenende einfach nicht. So ein Wochentrainingscamp wie es schon mal vorsichtig für Thüringen beim Horst angedacht wurde, wäre da schon was anderes. Da müsste man dann einfach schauen, was das so bringen kann. Sicher wäre dann auch einfach mal ein schöner Ausritt, Arbeit auf dem Platz usw. möglich, aber wirklich lernen ..? Ich meine, Reiten lernt man eigentlich nur durch viel Reiten und Bogenschießen entsprechend durch viel Bogenschießen.
Das sieht man doch am besten an Horst. Er hat die Gelegenheit und den Antrieb, ausgiebig zu trainieren und schon gehts in einem Wahnsinnstempo voran, während unsereiner dagegen ... :-( ;-)
Ob so ein Treffen ein Erfolg wird hängt meiner Ansicht nach auch erst in zweiter Linie von dem Programm des Treffens ab. Viel wichtiger ist erstmal, dass gute Pferde in ausreichender Anzahl da sind, dass viel Platz da ist um sich auszutoben usw.
Dann spielt natürlich die Zusammensetzung der Gruppe eine große Rolle. Es sollten im Idealfall wohl Leute da sein, bei denen man sich ohnehin immer freut, sie mal wieder zu sehen ;-) , welche bei denen es sich lohnt sie genauer zu beobachten oder auch mal was zu fragen, aber auch Leute die ihrerseits wissbegierig sind. Aber diese Zusammensetzung kann zwangsläufig nur jeder für sich selbst nach seinem Trainingsstand und Trainingsziel definieren und planbar ist sowas sicher auch nur bedingt.
Aber wenn man diese Voraussetzungen hat (gute Pferde, gute Bedingungen, gute Gruppe), dann sollte sich der Rest wie von selbst ergeben.
Ich würde also bei der Planung eines solchen Wochenendes viel Energie auf die Schaffung dieser Voraussetzungen verwenden und ansonsten bei der Programmgestaltung sehr flexibel bleiben, also nur ein grobes Gerüst vorgeben. Besser ist es wohl auch, gegenseitig an bereits vorhandenen Fähigkeiten, also an den Feinheiten, zu feilen, als an einem Wochenende mal eben was ganz neues erlernen zu wollen und dazu muss man eben "nur" die richtigen Leute zusammenbringen.
So das waren ein paar Gedanken zu den Treffen.
Wie ich mir die Erreichung meiner Ziele und Träume vorstelle. Also Benzi Du kannst Fragen stellen. :tsktsk
Erstens weiß ich das selbst nicht so genau. Auch bei der Arbeit mit den Pferden geschieht ja vieles intuitiv (mal ganz davon abgesehen, dass es auch davon abhängt, mit was für einem Pferd ich arbeite).
Und zweitens kommt es sowieso oft anders, als man sich das denkt.