Kompositbogenbau
Kompositbogenbau
Kennt jemand ne gute Anleitung zum Bau eines Kompositbogens bzw. weiss jemand in welchem Buch eine solche enthalten ist (z.B. Bibel des Traditionellen Bogenbaus) ?
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Re: Kompositbogenbau
Am besten von einem Asiatischen Kompositbogen.
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- Heidjer
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Re: Kompositbogenbau
Ich kenne das "Reflexbogenbuch" jetzt nicht, könnte mir aber gut Vorstellen das man dort alles findet.
Dann natürlich noch "Ottoman Turkish bows" von Adam Karpowicz ist sehr gut, aber Englisch.
Ja und dann noch wo Du alles über Kompositbögen findest und die beste Hilfe bekommst, hier.
Gruß Dirk
Dann natürlich noch "Ottoman Turkish bows" von Adam Karpowicz ist sehr gut, aber Englisch.
Ja und dann noch wo Du alles über Kompositbögen findest und die beste Hilfe bekommst, hier.
Gruß Dirk
Ein Pfeil, den Schaft gemacht aus der Pflanzen hölzern Teil, versehen mit eines Vogels Federn und einer Spitze, aus der Erde Mineral, wird von der Natur gern zurückgenommen.
- Feanor1307
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Re: Kompositbogenbau
Moin Moin,
kan mich meinem Vorredner anschließen. Wenn es dein erster Komposit ist und du einen türkischen Bogen bauen möchtest kommst du um Adam Karpowicz nicht herum. Bei Ihm bekommst du das Wissen was du brauchst um einen auf deine Bedürfnisse abgestimmten Bogen zu bauen bis ins letzte Detail. Wenn du das alles durchgearbeitet (in Wort und Tat) hast du auch das Rüstzeug mit einigen zusätzlichen Angaben (über Adam Karpowicz hinaus) viele andere Komposits nachzubauen. Als Ergänzung ist das Reflexbogenbuch zu empfehlen. Hier gibt es einige Interessante, modere Varianten wie man es auch machen kann. Allerdings nicht so bis ins letzte Detail wie bei Karpowicz. Deshalb nur als Ergänzung.
Grüße Feanor
kan mich meinem Vorredner anschließen. Wenn es dein erster Komposit ist und du einen türkischen Bogen bauen möchtest kommst du um Adam Karpowicz nicht herum. Bei Ihm bekommst du das Wissen was du brauchst um einen auf deine Bedürfnisse abgestimmten Bogen zu bauen bis ins letzte Detail. Wenn du das alles durchgearbeitet (in Wort und Tat) hast du auch das Rüstzeug mit einigen zusätzlichen Angaben (über Adam Karpowicz hinaus) viele andere Komposits nachzubauen. Als Ergänzung ist das Reflexbogenbuch zu empfehlen. Hier gibt es einige Interessante, modere Varianten wie man es auch machen kann. Allerdings nicht so bis ins letzte Detail wie bei Karpowicz. Deshalb nur als Ergänzung.
Grüße Feanor
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- Snake-Jo
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Re: Kompositbogenbau
@Genni: Der Fred ist falsch zugeordnet. Kompositbogenbau gehört in die Bogenreiterabteilung. Bitte an den Admin: verschieben.
Ansonsten: Im neu erschienenen Reflexbogenbuch (deutsch) sind zwei umfassnede Anleitungen: eine mehr allgmeine für das Basiswissen und eine zweite zum Türkenbogen von Micha Wolf. Doch, man kommt locker um Karpovics rum, denn die Anleitung von Micha Wolf ist hervorragend bebildert, und umfasst 35 Seiten.
Ansonsten: Im neu erschienenen Reflexbogenbuch (deutsch) sind zwei umfassnede Anleitungen: eine mehr allgmeine für das Basiswissen und eine zweite zum Türkenbogen von Micha Wolf. Doch, man kommt locker um Karpovics rum, denn die Anleitung von Micha Wolf ist hervorragend bebildert, und umfasst 35 Seiten.
- Feanor1307
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Re: Kompositbogenbau
Moin Moin,
das (Reflexbogen-)Buch ist gut und der Beitrag von M.Wolf verhältnismäßig (bezogen auf das Buch) umfangreich, daran gibt es keinen Zweifel!Meines Erachtens fehlen aber viel Details die für den Anfänger wichtig sind z.B.:
1.) Wieviel g Sehnen brauche ich pro Schicht und insgesamt für den Bogen. Bei dem was man so kaufen kann, bedeuten 4-5 Sehnen 18-50 g. Das muss ein Novice ganz genau wissen.
2.)Thema Leim. Welche Leime für was. Und vor allem welche Mischungen Konzentrationen! M. Wolf ist sicher ein äußerst routinierter Bogenbauer so das es bei Ihm reicht wen er den Hasenleim auf 40 °C erwärmt. Wenn ich das hier so gemacht hätte, am besten noch mit 35 % Konzentration wäre meine Sehne geliert noch bevor ich sie zum Bogen getragen hätte
.
3.)Ein richtiger Verlegeplan. Das diesbezügliche Bild im Buch ist wesentlcih schicker als bei Karpowicz gibt aber zu wenig Infos (wo kommen die vorher der Länge nach sortierten Bündel hin etc.)
4.) Vor allem fehlenn detailierte Informationen die den angehenden Bogenbauer in die Lage versetzen den Bogen an seine Bedürfnisse anzupassen: Tabellen mit Messwerten bezüglich Länge, Dicke Breite der Wurfarme (an welcher Stelle) ...
Was ich vor allem an dem Beitrag mag ist der Pragmatischmus mit dem M. Wolf an die Sache herangeht. Er hängt nicht so sehr an den originalen Konventionen des osmanischen Bogenbaus. Er bringt Dinge wie Überplattung bei zu kurzen Hornstreifen oder laminierungen ein, die so manchem helfen können und das Leben leichter machen. Aber wie gesagt, als Ergänzung und nicht alleinstehend.
Seitenvergleich: 35 Seiten bei M. Wolf , 196 Seiten bei Karpowicz - da musste einfach bei Wolf was hinten runterfallen. Im Zweifelsfall einfach beide Bücher kaufen. Was du dort mehr bezahlst sparst du beim fundierten Selbstbau
.
Grüße Feanor
das (Reflexbogen-)Buch ist gut und der Beitrag von M.Wolf verhältnismäßig (bezogen auf das Buch) umfangreich, daran gibt es keinen Zweifel!Meines Erachtens fehlen aber viel Details die für den Anfänger wichtig sind z.B.:
1.) Wieviel g Sehnen brauche ich pro Schicht und insgesamt für den Bogen. Bei dem was man so kaufen kann, bedeuten 4-5 Sehnen 18-50 g. Das muss ein Novice ganz genau wissen.
2.)Thema Leim. Welche Leime für was. Und vor allem welche Mischungen Konzentrationen! M. Wolf ist sicher ein äußerst routinierter Bogenbauer so das es bei Ihm reicht wen er den Hasenleim auf 40 °C erwärmt. Wenn ich das hier so gemacht hätte, am besten noch mit 35 % Konzentration wäre meine Sehne geliert noch bevor ich sie zum Bogen getragen hätte
3.)Ein richtiger Verlegeplan. Das diesbezügliche Bild im Buch ist wesentlcih schicker als bei Karpowicz gibt aber zu wenig Infos (wo kommen die vorher der Länge nach sortierten Bündel hin etc.)
4.) Vor allem fehlenn detailierte Informationen die den angehenden Bogenbauer in die Lage versetzen den Bogen an seine Bedürfnisse anzupassen: Tabellen mit Messwerten bezüglich Länge, Dicke Breite der Wurfarme (an welcher Stelle) ...
Was ich vor allem an dem Beitrag mag ist der Pragmatischmus mit dem M. Wolf an die Sache herangeht. Er hängt nicht so sehr an den originalen Konventionen des osmanischen Bogenbaus. Er bringt Dinge wie Überplattung bei zu kurzen Hornstreifen oder laminierungen ein, die so manchem helfen können und das Leben leichter machen. Aber wie gesagt, als Ergänzung und nicht alleinstehend.
Seitenvergleich: 35 Seiten bei M. Wolf , 196 Seiten bei Karpowicz - da musste einfach bei Wolf was hinten runterfallen. Im Zweifelsfall einfach beide Bücher kaufen. Was du dort mehr bezahlst sparst du beim fundierten Selbstbau
Grüße Feanor
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Re: Kompositbogenbau
Wo bekommt man denn den Karpowicz her?? Amazon zeigt mir nichts an...
Das "Reflexbuch" hab ich schon aber da ich Bücher mag würd mich das andere auch noch interessieren
Hairun
Das "Reflexbuch" hab ich schon aber da ich Bücher mag würd mich das andere auch noch interessieren
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- Feanor1307
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Re: Kompositbogenbau
Hi,
"Karpowicz" sollte man kennen, wenn man sich ernsthaft interessiert.
und das wohl beste Komposit Forum: http://atarn.net/phpBB2/index.php?sid=f ... 59171f468f
grüße MR
"Karpowicz" sollte man kennen, wenn man sich ernsthaft interessiert.
und das wohl beste Komposit Forum: http://atarn.net/phpBB2/index.php?sid=f ... 59171f468f
grüße MR
- Snake-Jo
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Re: Kompositbogenbau
@Feanor: Die Fragen sind berechtigt und werden oft gestellt. Ich kann sie allesamt beantworten.Feanor1307 hat geschrieben:Moin Moin,
1.) Wieviel g Sehnen brauche ich pro Schicht und insgesamt für den Bogen. Bei dem was man so kaufen kann, bedeuten 4-5 Sehnen 18-50 g. Das muss ein Novice ganz genau wissen.
2.)Thema Leim. Welche Leime für was. Und vor allem welche Mischungen Konzentrationen! M. Wolf ist sicher ein äußerst routinierter Bogenbauer so das es bei Ihm reicht wen er den Hasenleim auf 40 °C erwärmt. Wenn ich das hier so gemacht hätte, am besten noch mit 35 % Konzentration wäre meine Sehne geliert noch bevor ich sie zum Bogen getragen hätte.
3.)Ein richtiger Verlegeplan. Das diesbezügliche Bild im Buch ist wesentlcih schicker als bei Karpowicz gibt aber zu wenig Infos (wo kommen die vorher der Länge nach sortierten Bündel hin etc.)
4.) Vor allem fehlenn detailierte Informationen die den angehenden Bogenbauer in die Lage versetzen den Bogen an seine Bedürfnisse anzupassen: Tabellen mit Messwerten bezüglich Länge, Dicke Breite der Wurfarme (an welcher Stelle) ...
Zu 1:) Jeder Compositbogenbauer hat immer genügend Sehnenmaterial auf Vorrat, daher stellt sich die Frage nciht. Außerdem wird das auch kaum einer abwiegen (außer für eine Publikaton), weil:
die Menge richtet sich nach Bogenlänge, Bogenbreite, Sehnenaufbereitung (Ausschuss), Tillerverhalten etc.
Natürlich weiß ein Komposit-Profi, der immer den gleichen Türkenbogen herstellt, ganz genau, was er an Sehne braucht. Hier, in diesem Forum, baut man mal den einen, dann den anderen Bogen, also experimentell, daher hier die exakte Menge dafür: 10-20 Hinterläufe vom Reh im Schnitt.
Zu 2: Leim: Es gehen alle Glutinleime, also Knochenleim, Hautleim, Blasenleim. Für die biegenden Teile ist am besten Hasenleim (oder Hausenblasenleim) geeignet, Hautleim geht auch. Sonst ist es wurscht. Die Leime kleben alle sehr gut.
Aufbereitung: Dünnflüssig für die Voranstriche auf Holz, ansonsten wie dünnflüssiger Honig. Man muss die Leime immer wieder neu einstellen, da sie schnell Wasser verdunsten und dickflüssiger werden. Im Prinzip: Relativ egal. Viel wichtiger ist die Temperatur und die Menge in derSehnenpackung.
Zu 3. Verlegeplan zu den Sehnen? Kann ich dir erstellen. Hängt aber immer etwas von der Faserlänge ab.
Zu 4: Da braucht man den Profi, der immer den gleichen Bogen baut. Da aber ein Komposit aus manchmal über 20 Einzelteilen besteht, ist selbst bei genauen Abmessugnen soviel Spielraum allein beim Zusammenbau vorhanden, dass das wenig Sinn bringt. Und wenn man dann noch anfängt zu tillern, geht alles den Bach runter. Ich bezweifle, ob das jemals jemand exakt publizieren wird und ob das jemals jemand exakt nachbauen kann.
Beispiel: Mit dem Holzrahmen kann ich das Zuggewicht leicht um ein Viertel verändern, nur über die Qualität des Holzes bei gleichen Abmessungen. Wennich dazu noch ausgesucht gute Sehnenmaterial mit wenig Hautleim dazwischen verarbeiten kann, erhalte ich nochmals andere Werte.
O.k. und als Bonbon eine Anleitung für das Sehnenbacking hier von mir:
http://www.longbow-woelfe.de/woelfe/bog ... _index.htm
Bevor also hier wieder die wilde Diskussion losgeht, bitte geht in die Bogenreiterabteilung und dort unter
Bogenreiten-Ausrüstung, da steht schon alles
Falls noch was fehlt, dazu bitte Fragen im zugehörenden Thread stellen.
- Feanor1307
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Re: Kompositbogenbau
Moin Moin,
Zu 1.) Jeder Bogenbauer schon, aber nicht jeder Anfänger. Ausserdem ist es schön wenn ich weis das ich bei 3 Schichten auf einem 47 Zoll Bogen mind. 35 g pro schicht brauche und nicht nach 2 Schichten noch 3 Schichten nachlegen muss weil ihm 1,5 mm fehlen. Als Anfänger versteht sich. Karpowicz wiegt übrigens ab-auf 0,1 g genau
.
Zu 2.) Ich postuliere mal du weist genau das es nicht Wurscht ist: Fischleim gelliert langsamer, Hautleim schneller - auf die Mischung und Konzenntration kommt es an. Das ich die ggf. neu einstellen muss ist selbstverständlich.
Zu 3.) Glaube ich dir unbesehen-aber du bist auch ein Profi. Ausserdem gehört der Plan auf jeden Fall ins Buch und nur an zweiter Stelle hier ins Forum.
Zu 4.) Stimmt! Trotzdem ist es schön wenn ein Anfänger mal ein paar Vergleichszahlen hat. Zum Verändern des E-Moduls sagt Karpowicz folgendes: "It should be mentioned that the drop of stiffness for only one layer in the composite does not change the draw weight very much. Even if the horn layer was only half as stiff (1/2 modulus), the draw weigth would be less by only about 10%." Der Mann hat's getestet
Grüße , Feanor
P.S.: Ich danchte das Thema passt gaz gut zum Bogenbau. Ich würde jetzt Komposit nicht nur mit Bogenreiten assoziiert.
Zu 1.) Jeder Bogenbauer schon, aber nicht jeder Anfänger. Ausserdem ist es schön wenn ich weis das ich bei 3 Schichten auf einem 47 Zoll Bogen mind. 35 g pro schicht brauche und nicht nach 2 Schichten noch 3 Schichten nachlegen muss weil ihm 1,5 mm fehlen. Als Anfänger versteht sich. Karpowicz wiegt übrigens ab-auf 0,1 g genau
Zu 2.) Ich postuliere mal du weist genau das es nicht Wurscht ist: Fischleim gelliert langsamer, Hautleim schneller - auf die Mischung und Konzenntration kommt es an. Das ich die ggf. neu einstellen muss ist selbstverständlich.
Zu 3.) Glaube ich dir unbesehen-aber du bist auch ein Profi. Ausserdem gehört der Plan auf jeden Fall ins Buch und nur an zweiter Stelle hier ins Forum.
Zu 4.) Stimmt! Trotzdem ist es schön wenn ein Anfänger mal ein paar Vergleichszahlen hat. Zum Verändern des E-Moduls sagt Karpowicz folgendes: "It should be mentioned that the drop of stiffness for only one layer in the composite does not change the draw weight very much. Even if the horn layer was only half as stiff (1/2 modulus), the draw weigth would be less by only about 10%." Der Mann hat's getestet
Grüße , Feanor
P.S.: Ich danchte das Thema passt gaz gut zum Bogenbau. Ich würde jetzt Komposit nicht nur mit Bogenreiten assoziiert.
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Re: Kompositbogenbau
@Feanor: schau mal hier:
http://www.fletchers-corner.de/viewtopi ... =10&t=6911
Du mußt dir das so vorstellen: Es werden sehr viele neue Threads erstellt, die oft das gleiche Theam haben wie ein schon vorhandener oder laufender Thread. Wir hatten hier schon 3 gleichartige Threads gleichzeitig laufen; kein Mensch wußte mehr, wo er nun posten sollte. Doppel-Threads sind blöd!
Zu 1: Wieg ruhig ab, aber wenn der Bogen vertillert ist, brauchst du genau die 2-3 zusätzlichen Schichten, von denen du schreibst. Zu den 0,1 g von Karpovics sag ich nichts.... Aber ein Beispiel: Ein Bogen aus einem Grab hatte eine doppelt so starke Sehnenschicht wie allgemein üblich, nämlich 7 mm statt 3.
Zu 2: Ja, und? Wenn Fischleim schneller geliert, dann weich ihn doch wieder auf. Ich mache das bei EINEM Sehnenbelag bis zu 3-mal. Fischleim hat den Vorteil, dass er elastischer bleibt, aber auch schlechter aushärtet, d.h. man hat längere Wartezeiten. Ich habe schon ganze Bögen nur mit Knochenleim geklebt, alles: Holz, Sehnenbelag, Knochen, Horn. Bislang kann ich nichts Negatives berichten. Man kann Knochenleim übrigens auch nach 50 Jahren mit Hitze wieder weich bekommen oder uralte Knochenleimplatten noch zu gutem Leim verarbeiten.
Zu 3. Ich bin Biologe und kein Bogenbau-Profi. Alles nur Hobby. Aber an Legepläne halte ich mich nicht. Es gibt ein paar Richtlinien, aber viele Unterschiedliche Techniken. Die Koreaner "kämmen" z.B. ihre nassen Fasern.
Zu 4. Ich habe keine Ahnung, was Karpovisc an Hölzern verarbeit hat, aber meine Erfahrungen sind andere. Zu den Berechnungen: Wenn die Hornschicht ungefähr ein Drittel ausmacht und um die Hälfte in der Tiefe reduziert wird, dann haben wir es hier mit dem Faktor 8 zu tun, der natürlich mit der Gesamtdicke verechnet werden muss.
Wenn es um den Ottomanenbogen geht, wäre für mich Karpovics die erste Wahl und natürlich Micha Wolf, der auch Bogenbaukurse gibt.
Mit den Skythenbogen beschäftigt sich E. Godehardt, den ich auch schon persönlich kennengelernt habe. Einen Skythenbogen-Bauer kann ich nicht empfehlen.
Ich selbst beschäftige mich mit den ganz alten Komposits, Z.B. mit dem Hunnenbogen und noch mit einem zweiten Typ.
Viel dazu sagen kann ich leider nciht, da ich noch eine Zeit lang Literatur studieren muss und wir auch erst am Zusammenschreiben sind. Aber so in 2 Jahren kann man mich zum Hunnen ansprechen.
http://www.fletchers-corner.de/viewtopi ... =10&t=6911
Du mußt dir das so vorstellen: Es werden sehr viele neue Threads erstellt, die oft das gleiche Theam haben wie ein schon vorhandener oder laufender Thread. Wir hatten hier schon 3 gleichartige Threads gleichzeitig laufen; kein Mensch wußte mehr, wo er nun posten sollte. Doppel-Threads sind blöd!
Zu 1: Wieg ruhig ab, aber wenn der Bogen vertillert ist, brauchst du genau die 2-3 zusätzlichen Schichten, von denen du schreibst. Zu den 0,1 g von Karpovics sag ich nichts.... Aber ein Beispiel: Ein Bogen aus einem Grab hatte eine doppelt so starke Sehnenschicht wie allgemein üblich, nämlich 7 mm statt 3.
Zu 2: Ja, und? Wenn Fischleim schneller geliert, dann weich ihn doch wieder auf. Ich mache das bei EINEM Sehnenbelag bis zu 3-mal. Fischleim hat den Vorteil, dass er elastischer bleibt, aber auch schlechter aushärtet, d.h. man hat längere Wartezeiten. Ich habe schon ganze Bögen nur mit Knochenleim geklebt, alles: Holz, Sehnenbelag, Knochen, Horn. Bislang kann ich nichts Negatives berichten. Man kann Knochenleim übrigens auch nach 50 Jahren mit Hitze wieder weich bekommen oder uralte Knochenleimplatten noch zu gutem Leim verarbeiten.
Zu 3. Ich bin Biologe und kein Bogenbau-Profi. Alles nur Hobby. Aber an Legepläne halte ich mich nicht. Es gibt ein paar Richtlinien, aber viele Unterschiedliche Techniken. Die Koreaner "kämmen" z.B. ihre nassen Fasern.
Zu 4. Ich habe keine Ahnung, was Karpovisc an Hölzern verarbeit hat, aber meine Erfahrungen sind andere. Zu den Berechnungen: Wenn die Hornschicht ungefähr ein Drittel ausmacht und um die Hälfte in der Tiefe reduziert wird, dann haben wir es hier mit dem Faktor 8 zu tun, der natürlich mit der Gesamtdicke verechnet werden muss.
Wenn es um den Ottomanenbogen geht, wäre für mich Karpovics die erste Wahl und natürlich Micha Wolf, der auch Bogenbaukurse gibt.
Mit den Skythenbogen beschäftigt sich E. Godehardt, den ich auch schon persönlich kennengelernt habe. Einen Skythenbogen-Bauer kann ich nicht empfehlen.
Ich selbst beschäftige mich mit den ganz alten Komposits, Z.B. mit dem Hunnenbogen und noch mit einem zweiten Typ.
Viel dazu sagen kann ich leider nciht, da ich noch eine Zeit lang Literatur studieren muss und wir auch erst am Zusammenschreiben sind. Aber so in 2 Jahren kann man mich zum Hunnen ansprechen.
Re: Kompositbogenbau
Ich vermute, daß es nicht viele Leute gibt, die solch einen Bogen gebaut haben:Snake-Jo hat geschrieben: Mit den Skythenbogen beschäftigt sich E. Godehardt, den ich auch schon persönlich kennengelernt habe. Einen Skythenbogen-Bauer kann ich nicht empfehlen.
http://198.170.107.188/phpBB2/viewtopic ... sc&start=0
Gruß,
Daniel
- Feanor1307
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Re: Kompositbogenbau
Moin Moin,
ich merke schon wir zwei können das hier tagelang immer weitertreiben. Vielleicht irgendwann mal im richtigen Thread
.
Der Skythe von Adam sieht klasse aus, schade das er Ihn noch nicht getestet hat. Aber ich glaube Skythenbogen sind nicht so doll bezüglich Performance etc..
Grüße, Feanor
ich merke schon wir zwei können das hier tagelang immer weitertreiben. Vielleicht irgendwann mal im richtigen Thread
Der Skythe von Adam sieht klasse aus, schade das er Ihn noch nicht getestet hat. Aber ich glaube Skythenbogen sind nicht so doll bezüglich Performance etc..
Grüße, Feanor
Niemand versucht es herauszuholen, wenn er einmal weiß was in Ihm steckt!